Magdeburg (nrc) l So hatten sich die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck das letzte Saisonspiel der Sachsen-Anhalt-Liga nicht vorgestellt. Mit 20:28 (9:14) unterlagen die Elbestädterinnen beim Magdeburger SV. Damit beenden sie die Saison mit 22:22-Punkten auf dem siebten Tabellenplatz.

Trainer Dirk Schedlo war alles andere als zufrieden. "Ich konnte das letzte Saisonspiel nicht genießen." Dabei war Lok zumindest im Defensivbereich gut aufgelegt, doch "was wir uns hinten erarbeitet haben, wurde vorn halbherzig verworfen". Schedlo ging sogar noch einen Schritt weiter. "Im Angriff haben wir versagt."

Davon nahm der Coach lediglich Lisa Wolf und Jessica Arnold aus. "Sie haben vor allem in der zweiten Halbzeit ihre Würfe mit viel Druck ausgespielt." Die Bilanz unterstreicht dies. Wolf erzielte fünf, Arnold acht Treffer. Ein weiteres Lob verdiente sich Keeperin Josephine Hecker für eine "sehr gute erste Halbzeit. Sie hat sieben wichtige Bälle gehalten."

Sonst lief allerdings wenig zusammen. Die Schönebeckerinnen lagen bereits mit 0:5 zurück, bevor sie das erste Tor erzielten. Selbst bei den Siebenmetern war der Wurm drin. Von neun gegebenen Strafwürfen fanden nur drei den Weg ins Netz. "Ich kann mir nicht erklären, woran es lag", haderte Schedlo. "Vielleicht war es ein Blackout, vielleicht haben die Spielerinnen die Saison gedanklich schon abgehakt." Hinzu kam, dass sich Lok in Halbzeit zwei selbst schwächte, als Janka Bauer ihre dritte Zeitstrafe kassierte. Zwar sah auch Magdeburgs Jessica Reß Rot, allerdings erst zwei Minuten vor Abpfiff, als die Partie schon gelaufen war.

Lok merkte selbst, dass diese Leistung "nicht das widerspiegelt, wozu das Team in der Lage ist". Einige entschuldigten sich für ihr Auftreten.

Lok: Nowicki, Hecker - Wolf (5), Arnold (7), Hoffmann (2), Bauer (1), Depta, Krause (2), Brosat, Bullert, Reinharz (2), Moschner, Rauschenbach

Siebenmeter: Magdeburg 7/3 - Schönebeck 9/3; Zeitstrafen: Magdeburg 5 - Schönebeck 4; Rot: Janka Bauer (37., 3x2 Minuten, Schönebeck), Jessica Reß (58., 3x2 Minuten, Magdeburg)