Es war Balsam für die geschundene Seele der Schönebecker Keglerinnen. Nach der verkorksten Saison in der 2. Bundesliga konnte der SSV wieder einmal jubeln. Mit zwei klaren Erfolgen sicherten sich die Elbestädterinnen auf heimischer Bahn den Landespokal 2015.

Schönebeck l "So einen Doppelspieltag muss man erst einmal meistern", sagte Teamleiterin Anja Groß. Aber ihrer Mannschaft gelang dies mit Bravour. Von den Schwächen dieser Saison war im Pokal kaum etwas zu sehen.

Halbfinale

Schönebecker SV -

SG Wählitz 8:0 (3133:2973)

Susann Härtge (541:519) legte einen starken Start hin und sammelte gleich zu Beginn der Partie den ersten Mannschaftspunkt (MP) für den SSV. Auch Mannschaftsleiterin Groß (547:473) war gut aufgelegt und zog mit einer sauberen Serie von vier Satzpunkten und dem MP nach.

Auch Anne Stahlich (488:479) und Kerstin Bich (533:518) hatten im zweiten Durchgang einen guten Lauf, auch wenn die Ergebnisse knapper ausfielen. So verbuchte der SSV zwei weitere MP auf dem Konto. Nun musste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn diese Partie noch abgeben werden sollte.

Das hielt das letzte Starterpaar, Juliane Große (504:465) und Kerstin Fabian (520:519) nicht davon ab, noch einmal alles zu geben. Während Große ein recht deutliches Ergebnis verbuchen konnte, wurde es bei Fabian noch einmal richtig spannend. Am Ende entschied nur ein einziger Kegel über den Sieg und damit auch über die weiße Weste des SSV im Halbfinale.

Finale

Schönebecker SV -

KSV Gerbstedt 7:1 (3111:2928)

"Wir hätten das Finale lieber gegen Wählitz bestritten", gestand Groß. "Die Partie im Halbfinale hat großen Spaß gemacht und war sehr spannend." Doch auch der Endrunden-Gegner vom KSV wusste den Schönebeckerinnen einiges abzuverlangen.

Zunächst überzeugte Härtge allerdings (576:509) erneut mit einem Traumstart. Sie holte drei Satzpunkte und den MP. Groß (518:477) zog mit der gleichen Bilanz nach.

Bei Stahlich (492:482) wurde es erneut spannend. Die jüngste Spielerin im Team konnte sich am Ende mit zehn Holz behaupten. Bich (509:477) brachte ihre drei Satzpunkte und den MP mit mehr Sicherheit ins Ziel.

Im letzten Starterpaar passierte es dann: Die bis dato weiße Weste bekam einen Fleck. Juliane Große musste sich mit 497:503 knapp geschlagen geben. "So etwas passiert aber, wenn man zwei Tage hintereinander spielen muss", nahm Groß ihre Teamkollegin in Schutz. Fabian (528:480) überzeugte dagegen mit einem klaren Erfolg und dem letzten MP.

"Der Pokalsieg hat der Mannschaft sehr gut getan", fasste Groß zusammen. Der "Pott" bekam natürlich einen Ehrenplatz im Kegelheim an der Barbarastraße.