Mit drei Athleten stellte sich der 1. Schönebecker Judoclub dem Garbsener Sichtungsturnier. Dabei traf er wie erwartet auf ein stark besetztes Teilnehmerfeld, nicht zuletzt aufgrund der Kaderkämpfer aus Niedersachsen. Einschüchtern ließen sich die Schönebeckerinnen Celina Franke sowie Selena und Esleida Pfannenschmidt nicht. Für alle drei stand am Ende Platz zwei zu Buche.

Garbsen (kla/nrc) l Für Celina (bis 40 Kilogramm) war dieses Turnier das erste in diesem Jahr, da sie aufgrund einer Verletzungspause aussetzen musste. Aber die Schönebeckerin stand schon wieder gut um Training und gewann im ersten Kampf mit einem Übergang vom Stand in den Boden gegen Mellanie Lampert (Judo Tiger`n) aus Visbeck. Auch das Halbfinale gestaltete die immer einen Kopf kleinere Elbestädterin sehr gut. Gegen Anna Frieda Kuschel aus Hannover-Süd konnte sie zuerst eine Wertung mit einer neu erlernten Technik, dem Seoi-Nage (Schulterwurf), erzielen, bevor sie wieder eine Situation am Boden zum Sieg nutzte.

Im Finale gegen Klara Proggermann (JC Holle) hatte Celina schon deutlich mehr zu kämpfen. Trotzdem war sie mit der Judoka aus Niedersachsen auf Augenhöhe. Es entwickelte sich ein starker Kampf, der schließlich zugunsten von Klara ausfiel. Sie nutzte eine Bodensituation und gewann, wenn auch unter etwas Mithilfe des Kampfrichters. Celina durfte sich aber über den zweiten Platz freuen.

Fast zeitgleich startete Selena Pfannenschmidt (bis 34 Kilogramm). Im ersten Kampf sammelte sie gleich das Selbstvertrauen, das man in einem Turnier benötigt. Gegen Lara Joy Galluschka (JC Osnabrück) benötigte die Schönebeckerin nicht viel Zeit. Sie setzte ihren Griff durch und gewann mit einem linken O-goshi (großer Hüftwurf).

Im zweiten Kampf gegen Beatrix Nguyen (Judo Tiger`n Visbek) probierte Selena es dann auch mit einer neuen Technik, einem Ushi-mata (Wurftechnik). Dieser brachte ihr die erste Wertung ein. Den zweiten Angriff konnte Beatrix zwar blocken, aber der Kombination mit einem Ouchi-gari konnte sie nichts entgegensetzen und musste den Kampf abgeben.

Auch Selena erwartet im Finale eine Kaderathletin aus Niedersachen. Doch davon unbeeindruck ging sie gegen Emma Hiller(JC Holle) auf die Matte. Selena startete stark und konnte nur knapp eine erste Situation nicht nutzen. Nach einem Angriff von Emma versuchte sie diesen zu kontern, geriet dabei aber in eine umstritten Bodensituation und die Kampfrichter sprachen den Sieg der Niedersächsin zu. Aber auch Selena erfüllte ihre Aufgabe durch eine neue Technik.

Esleida, trat in der Gewichtsklasse ab 44 Kilogramm an. Die Schönebeckerin war hier ein echter Riese aber trotzdem nicht die größte. Zunächst trat sie gegen Luisa Burmeister (Samurai Burgdorf) an und verließ nach nur wenigen Sekunden die Matte als Siegerin. Auch die zweite Gegnerin, Nele Tempel, konnte einem super eingedrehten Linken O-goshi nichts entgegensetzen.

Im Finale angekommen, stand Esleida vor einem wahre Brocken: Jolie Mayleen Dittmann (MTV Vorsfelde), die schon ein Grün-Gurt ist. Doch Esleida nutze ihre große Standhaftigkeit und Konterstärke zu ihrem Vorteil. Einen schwachen Angriff von Jolie wurde mit einem Gake gekontert. Die Gegnerin landetet auf dem Rücken, doch zur verwunderund der Schönebecker gab es keinen Ippon (ganzer Punkt) nur einen Waza-ari (halber Punkt). Wieder wurde der Kampf am Boden fortgesetzt und erneut gaben die Richter den Sieg an Niedersachsen.