Es veränderte sich einiges bei den Handballerinnen der SG Lok Schönebeck in der Saison 2014/15. Das Team bestritt die Sachsen-Anhalt-Liga mit einem sehr verjüngten Team. Am Ende steht nun der siebte Platz zu Buche, ein Ergebnis, mit dem das Team und der Trainer Dirk Schedlo letztlich aber durchaus leben können.

Schönebeck l Wenn man sich den Verlauf der Saison betrachtet, dann kann der Coach auch zufrieden sein. Es hätte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass die SG Lok am Ende der Hinrunde auf dem dritten Tabellenplatz stehen würde. "Die Mannschaft hat mich wirklich überrascht", fasst Schedlo zusammen. "In der ersten Halbserie haben wir den Grundstein für eine gute Saison gelegt."

Lok bleibt sechs Partien in Folge ungeschlagen

Dabei begannen die Schönebeckerinnen zunächst sehr wechselhaft. Auf zwei Siege folgten zwei Niederlagen. "Die Mannschaft musste sich aber auch erst einmal finden und die Spielerinnen sich aufeinander einstellen", erklärt der Trainer. Nach dieser Findungsphase lief es allerdings sehr gut für die SG Lok. In sechs Partien hintereinander blieben sie ungeschlagen, darunter das wichtige Derby gegen die TSG Calbe, das mit einem 29:29-Unentschieden endete. "Wir konnten uns bereits sehr früh auf die Saison vorbereiten. Hinzu kam, dass wir im Vorfeld mit den Nachwuchs-Mannschaften zusammen trainiert haben. Dadurch war der Übergang zum Frauenbereich für unsere Neuzugänge nicht so schwer."

Die "Jungen" wie Lisa-Marie Bullert, Liza Nowicki, Josephine Hecker und Lena Rauschenbach fügten sich gut in die Mannschaft ein. In diesem Zusammenhang lobte Schedlo seine "alten Hasen", die sich "gut um die jungen Spielerinnen gekümmert haben."

Der Höhenflug der SG Lok endete dann ausgerechnet im "Wohnzimmer" in der Franz-Vollbring-Halle. Mit 24:26 unterlagen sie dem MSV Buna Schkopau. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich allerdings bereits ab, dass die Schönebeckerinnen ein Problem bekamen, dass bis zum Saisonende auch nicht gelöst werden konnte: ein dünner Kader.

Verletzungspech zwingt zu Umstellungen

Es begann mit der schweren Verletzung von Rückraumspielerin Carolin Schedlo im Spiel gegen Seehausen. Damit brach der SG Lok ein Leistungsträger auf der rechten Seite weg. Der Trainer musste umstellen. Nicole Krause und Steffi Sauer rückten auf Carolin Schedlos Position und "haben sie gut ausgefüllt."

Doch bei der Rückraumspielerin blieb es nicht. Es folgten Verletzungen von Jessica Arnold und Nicole Moschner. Nun mussten auch die "Jungen" beißen und zeigen, was sie konnten. Das Ergebnis war auch spielerisch nicht immer das beste. Besonders hart traf es Schönebeck gegen den HSV Magdeburg (18:35) und im letzten Saisonspiel gegen den Magdeburger SV (28:30). "Gegen den MSV wurde es zwar nicht so deutlich, aber das war unser schlechtestes Spiel der gesamten Saison."

Insgesamt ließ Lok acht Punkte in der Rückrunden liegen, in Partien, die durchaus zu gewinnen waren. Damit rutschte die Mannschaft auf den siebten Platz. "Insgesamt kann ich den Mädels aber keinen Vorwurf machen. Sie haben eine solide Saison gespielt und als Team wirklich überzeugt."

Schedlo hob eine Schönebeckerin besonders heraus: Lisa Wolf. "Sie hat die konstanteste Leistung gezeigt und das trotz Doppelbelastung mit ihrem Studium. Davor ziehe ich den Hut." Mit insgesamt 118 Toren wurde Wolf auch die beste vereinsinterne Werferin. Dahinter folgen Nicole Krause mit 91 und Carolin Schedlo mit 83 Treffern.