Magdeburg (mnd). Es war der Tag des Christopher Birke. Der Mittelfeldspieler des Schönebecker SV, dessen Wechsel zur U 23 des 1. FC Magdeburg in der Winterpause kurz vor dem Abschluss scheiterte, avancierte am Sonnabend gegen die SG Handwerk Magdeburg zum Mann des Spiels. Er erzielte zwei Treffer, zudem sorgte er stets für Gefahr auf der linken Außenbahn. Der SSV gewann die Partie der Fußball-Landesliga in der Höhe verdient mit 3:0 (2:0).

Birke stand sinnbildlich für seine Mannschaft, die die taktischen Vorgaben von Trainer Marko Fiedler optimal umsetzte. Diese sahen vor, das Mittelfeld der Gastgeber mit diagonalen Flanken schnell zu überbrücken. Das gelang eindrucksvoll. Birke auf der linken Seite und Fabian Jahns auf der rechten wurden gesucht und oft gefunden. "Wir haben mit Christopher und Fabian schnelle Leute, die diese Pässe erlaufen können und anschließend keine Zweikämpfe scheuen", freute sich Fiedler, dass die Zielsetzung nicht nur von den beiden erfüllt wurde, sondern auch von Thomas Hellige, der im Sturmzentrum immer anspielbar war. In der elften Minute war er Adressat einer dieser Bälle und markierte von der Strafraumgrenze den 1:0-Führungstreffer.

Im weiteren Verlauf riss der SSV die Partie an sich, überzeugte mit einer besseren Spielanlage und den gefährlicheren Chancen. So hatte Jahns nach einer gelungenen Kombination mit Konrad Jörß das 2:0 auf dem Fuß, ebenso wie Hellige, dem der Ball versprang oder anschließend Birke, der, statt zu schiessen, auf Mathias Rhode passte, so dass die Magdeburger jeweils in letzter Sekunde klären konnten. In der 33. Minute war es dann aber doch soweit. Wieder einmal wurde Birke "geschickt", zog zur Mitte und schoss aus 18 Metern überlegt ins lange Eck – 2:0.

Die Schönebecker wussten auch in der Defensive zu überzeugen. Mal erzwangen sie mit frühem Pressing Ballverluste und Fehlpässe, um beim nächsten Angriff tief in der eigenen Hälfte zu stehen. Handwerk hatte so kaum anspielstationen. "Uns fehlte gegen die gut postierte Abwehr der nötige Biss. Zudem haben wir den Schönebeckern mit individuellen Fehlern in die Karten gespielt", schätzte Handwerk-Trainer Tobias Ellrott ein.

Er musste auch in der zweiten Hälfte mit ansehen, wie sich seine Mannschaft kaum nennenswerte Chancen erspielte. Einzig Birke hatte die SG nun besser im Griff. Bewacher Manuel Kaschlaw, der zur Pause eingewechselt wurde, verteidigte gut. Doch in der 84. Minute war auch er gegen Birkes individuelle Klasse machtlos. Sein direkter Freistoß aus gut 20 Metern landete im linken Winkel. Das 3:0 war die Entscheidung. Handwerk kam in den Schlussminuten zwar noch zu nennenswerten Chancen, doch Steven Ebeling mit zwei tollen Paraden und Christian Bruchmüller per Kopf sicherten hinten die Null. "Die Mannschaft hat sich für die gute Vorbereitung belohnt", freute sich Fiedler über den Sieg, die Art und Weise und wohl auch darüber, dass er Birke weiter in seinen Reihen weiß.

Handwerk: Denecke – Lindner, Sohmann (72. Bauer), Th. Wolff, Petersdorf, Avdily (46. Liedtke), Bele, Hauer, Berlin, Spahija, Brockel (46. Kaschlaw)

Schönebeck: S. Ebeling – Rindorf, Bruchmüller, Wolff, Rhode, Hellige (90. Hellige), Jörß, Fischer, Wagner, Jahns (89. Meyer), Birke