Potsdam/Schönebeck (fna). Heute steigt das Endspiel um Platz zwei in der Volleyball-Regionalliga der Frauen. Zumindest, wenn es nach Sebastian Reinhardt, dem Trainer des SC Potsdam II, geht. Der Drittplatzierte gastiert beim Zweiten SV Pädagogik Schönebeck. Beginn ist um 18 Uhr.

Reinhardt hat das Team zu Saisonbeginn von André Rübensam übernommen, ein Team, das personell genauso aufgestellt ist wie in den vergangenen Jahren. Es ist also eingespielt, und deshalb hat es wohl die Favoritenrolle inne, sagt Dennis Raab, der SVP-Trainer. "Aber wir waren noch nie so nah dran, Potsdam zu schlagen, wie in dieser Saison", schaut er zuversichtlich auf die heutige Partie. Pädagogik hat sich nämlich auch eingespielt, hat sich gefunden, hat eine spielerische Stärke entwickelt, die Raab zum Beispiel gegen Rotation Prenzlauer Berg II zuletzt ausgemacht hat. "Da sind wir am Ende souverän aufgetreten."

Das hat sich auch bis Potsdam herumgesprochen. "Ich hätte Schönebeck nicht so stark erwartet", gesteht Reinhardt ein. Er war gleichzeitig aber überrascht vom Auftritt in Tempelhof-Mariendorf beispielsweise, wo er als Besucher anwesend war. "Das war nicht schlecht." Nun erwartet der SCP-Coach ein ausgeglichenes Duell, er hat seinen Stammsechser dabei, es fehlen lediglich die beiden Langzeitverletzten Julia Wersch auf Diagonal und Laura Günther auf Zuspiel.

Die Gastgeber haben keine Ausfälle zu verkraften. Auch im Training hat Raab nochmal eine Schippe draufgelegt, den Plan für die freien zwei Wochen ausgelegt. Neben Einheiten zur Feldabwehr wurde am Spielaufbau aus der Defensive heraus gefeilt. Ende der Woche gab es noch etwas für die Annahmespieler zu tun. Das Team scheint also gut eingestellt für das Spiel. Ein Sieg "wäre der Lohn für die bisherige Saison", betont Raab. Und dass es das Endspiel um Rang zwei sei, dafür gäbe es keine 100-prozentige Sicherheit. Immerhin stehen im Anschluss schwierige Partien bevor, sowohl für Schönebeck (Berlin-Brandenburger SC, Marzahn) als auch für Potsdam II (Tempelhof-Mariendorf, Cottbus).

Auf die Partie gegen den Tabellenführer schaut Reinhardt auch schon mit einem Auge, "vielleicht ist im Kampf um den Titel auch noch etwas drin". Dazu wäre aber ein Sieg heute Voraussetzung, und da wird der SVP mit Sicherheit etwas dagegen haben. Bei einem sind sich die Trainer aber einig: "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe." Wie schon gegen Cottbus könnte die Unterstützung der Zuschauer den Erfolg der Gastgeber ebnen.