Barby (hla). Der vorbildlichen Initiative der SG Gnadau ist es zu verdanken, dass das Achtelfinale des Fußball-Salzlandpokals ausgetragen wurde. Weil der eigene Platz aufgrund von Nässe unbespielbar war, suchte sich der Verein eine neue Spielstätte und wurde fündig in Barby. Dennoch unterlagen die Gnadauer mit 2:3 nach Verlängerung gegen den Schackstedter SV, der nun im Viertelfinale auf den TSV Kleinmühlingen/Zens trifft.

SG Gnadau – Schackstedter SV 2:3 n.V.

(1:0, 2:2)

Es war ein echter Pokalhit, der bis zum Abpfiff spannend blieb und eine größere Kulisse verdient hätte. Recht schnell übernahm der Kreisligist zur Überraschung der höherklassigen Gäste die Regie, war fast eine Stunde Herr des Geschehens und sah nach dem 2:0 durch Neuzugang Andreas Böhme in der 52. Minute schon wie der sichere Sieger aus. Dem schnellen Passspiel der Gnadauer konnte der Gast oft nicht folgen und war auch in der Zweikämpfen meist zweiter Sieger.

Erst nach dem 1:0-Führungstreffer von Steven Hoffmann (26.) wurden die Schackstedter mobiler, ohne sich entscheidende Vorteile zu verschaffen. Uwe Reitmann vergab die beste Chance zum Ausgleich. Er schoss einen Foulelfmeter über das Tor (45.).

Gnadau knüpfte nach Wideranpfiff an die Leistung vor der Pause an, doch nach dem 2:0 ging ein Ruck durch die Reihen der Gäste, die in Peter Mosko einen echten Knipser hatten. Die Schackstedter hatten begriffen, dass ohne Kampf im Pokal nichts zu holen ist. Die Abwehr der SG fand nur noch selten Entlastung. Die Gäste hatten auch nach dem Ausgleich die besseren Chancen, doch der Gastgeber verteidigte tapfer, so dass in der Verlängerung die Entscheidung fallen musste. Beide Mannschaften mobilisierten die letzten Kräfte, neutralisierten sich aber meist vor den Strafräumen. Torjäger Mosko entschied schließlich doch die Partie zu Gunsten der Gäste, obwohl sich die Gnadauer nie aufgaben und erhobenen Hauptes den Barbyer Sportplatz verlassen konnten.

Tore: 1:0 Steven Hoffmann (26.), 2:0 Andreas Böhme (52.), 1:2, 2:2, 2:3 Peter Mosko (57., 75., 112.); SR: Engelhardt (Hakeborn), SRA: Wondratschek (Westeregeln)-Stock (Wolmirsleben), ZS: 45