Die Handballer der SG Lok Schönebeck gewannen am Sonnabend ihr Auswärtsspiel beim Tabellenletzten der Sachsen-Anhalt-Liga souverän mit 35:27 (16:10). Einmal mehr stellte dabei Guido Weidner seine ansprechende Form unter Beweis. Der Linkshänder erzielte 13 Treffer.

Frankleben. Seit langem war es mal wieder ein Spiel ganz nach dem Geschmack von Lok-Trainer Volker Musche. Seine Mannschaft präsentierte sich von Beginn an hellwach, fand vor allem über eine stabile Deckung in die Begegnung, in der sie die Angriffe konsequent ausspielte und neben Weidner einen weiteren Akteur auf dem Feld hatte, dem man das Prädikat "überragend" anheften konnte: Patrick Tuchen. Gingen seine Vorderleute einmal nicht entschlossen zu Werke, so war es der Torhüter, der ihre Fehler ausbügelte und die Friesen zur Verzweiflung trieb. 27 gehaltene Bälle hatte Betreuer Franco Gelinski, der Herr über die Statistik, nach dem Abpfiff gezählt, zudem eine Wurf- effektivität von "weit über 50 Prozent" notiert.

Lediglich nach den ersten beiden Angriffen führte Frankleben mit 2.0. Doch dann rissen die Gäste die Partie an sich und bauten nach dem Ausgleich die Führung durch zehn Weidner-Treffer bis zur Halbzeit aus.

Als Lok nach 40 Minuten mit 23:12 führte, war die Partie entschieden. Frankleben verkürzte zwar nochmals, eine Wende gelang trotz der 13 Treffer von Steffen Holzapfel nicht. "Ihn hatten wir im Griff", sagte Kapitän Stefan Kazmierowski mit einem Augenzwinkern. Im Hinspiel war der Friese noch 18-mal erfolgreich. Es sollte dennoch die einzige "Zutat" bleiben, die Trainer Musche nicht geschmeckt hat.

SG Lok: Tuchen, Weiß – Weidner (13), Stark (2), Hohmann (10), Seifert, Schröder (1), Rabe (1), Kazmierowski (7), Bauer (1), Grüning