Die Handballer der SG Lok Schönebeck sind am Sonn- abend in das Halbfinale des HVSA-Pokals eingezogen. Nach zuletzt schwachen Leistungen konnte der Sachsen-Anhalt-Ligist gegen den Jessener SV spielerisch zwar wieder nicht überzeugen, dafür stimmte diesmal die kämpferische Leistung, insbesondere in der Deckung, die mit einem gut aufgelegten Patrick Tuchen im Tor nur wenig zuließ. Lok gewann gegen den Liga-Konkurrenten mit 23:21 (13:12).

Jessen. Selbstvertrauen wollten sie sich für die kommenden Aufgaben in der Liga holen, die Schönebecker. Rein vom Ergebnis her ist das gelungen, jedoch ist die Art und Weise, wie die SG Lok derzeit Handball spielt, verbesserungswürdig. Auch in Jessen wurde wieder zu umständlich, aber vor allem zu unkonzentriert agiert, blieb eine Vielzahl an guten Chancen ungenutzt. "Im Angriff war die Verunsicherung der vergangenen Wochen zu spüren", sagte Kapitän Stefan Kazmierowski, der den aus privaten Gründen fehlenden Trainer Volker Musche an der Seitenlinie vertrat. Und Kazmierowskis Part als ordnende Hand auf der Bank war in der ersten Hälfte gefragt, denn die Schönebecker verfielen nach einer guten Startphase, als sie mit 4:2 führten, wieder in altbekannte Handlungsmuster. Teilweise gut herausgespielte Chancen blieben reihenweise ungenutzt. Einzig Guido Wieder überzeugte, er markierte in den ersten 30 Minuten acht seiner elf Treffer und damit mehr als die Hälfte der gesamten Mannschaft. Ihm war es zu verdanken, dass Lok die dünne Führung bis zur Pause nie aus der Hand gab.

Direkt nach dem Wechsel erspielten sich die Schönebecker eine 16:12-Führung. Obwohl die Abwehr mit dem stabilen Mittelblock um Christian Rabe und Matthias Schröder Jessens Routinier Christian Peschek weiterhin gut im Griff hatte, kamen die Gastgeber nochmals bis auf einen Zähler heran. Doch Lok wirkte gefestigt, Einwechselspieler wie Jan Bauer und Danny Schulz fügten sich gut ein und in der Schlussphase war es neben Weidner vor allem Rabe, der wichtige Treffer zur entscheidenden 23:20-Führung warf. Jessen gelang mit dem Abpfiff nur noch der 21:23-Endstand. "Der Einzug ins Halbfinale ist schon ein kleiner Erfolg und eine Stärkung für unser Selbstvertrauen", sagte Kazmierowski nach der Partie.

Schönebeck: Tuchen, Weiß – Bauer (1), Stark, Hohmann (3), Grünig, Rabe (3), Schröder (1), Seifert (1), Weidner (11), Schulz (1), Papendieck (2), Kazmierowski

Jessen: Zwicker, Duhnsee – Hufnagel (9), Rose (4), Tiede (1), Walde (1), Kretschmann (2), F. Apfelbaum (1), G. Apfelbaum, Plott, Peschek (3)