Die Handballer der SG Lok Schönebeck sind gerüstet. Für das anstehende Derby gegen die TSG Calbe warf sich der Sachsen-Anhalt-Ligist gegen den Jessener SV ein und erzielte einen deutlichen 35:26 (16:13)-Heimsieg, obwohl das Resultat dem Spielverlauf nicht gerecht wird.

Schönebeck. Mitte der zweiten Hälfte sah es nämlich alles andere als nach einem klaren Erfolg für die Mannschaft von Trainer Volker Musche aus. Die Gäste hatten sich kontinuierlich herangekämpft und, nachdem sie lange Zeit zurückgelegen hatten, den 23:23-Ausgleich erzielt. Das Spiel drohte zu kippen, woran Jessens Routinier Christian Peschek nicht unbeteiligt war. "Er hat in dieser Phase viele Tore erzielt, war zudem sicher von der Linie", hatte Schönebecks Kapitän Stefan Kazmierowski beobachtet.

Doch Lok hatte eine Art Lebensversicherung in seinen Reihen: Mario Seifert. Nicht nur, dass der Linkshänder 16 Treffer erzielte, er benötigte dafür lediglich 19 Versuche. Immer wenn es brenzlig wurde, sprang er ein. So auch bei jenem Unentschieden, das jedoch nur kurz Bestand hatte.

Bereits in der ersten Hälfte war das so. Lok verschlief den Start, geriet 1:4 in Rückstand, riss jedoch kurze Zeit später das Spiel durch eine gute Abwehrarbeit und einen effektiven Seifert an sich und führte schließlich mit 9:5, kurz vor der Halbzeit gar mit 16:10. Anschließend verkürzten die Gäste zum 13:16-Halbzeitstand. Kazmierowski: "Wir hatten zwei Schwächephase, eine zu Beginn der Partie, die andere Mitte der zweiten Hälfte." Letztere endete im Unentschieden, welches fortan durch einen sich steigernden Christian Schuster im Tor in den verbleibenden zehn Minuten, in denen Lok aufgrund einer "ausgezeichneten Kondition" viele Konter lief, noch in den deutlichen 35:26-Endstand umgewandelt wurde. Aber auch dank treffsicheren Seifert dürften die Schönebecker gut versichert in das anstehende Derby gehen.

SG Lok: Tuchen, Schuster - Rabe (1), Stark (4), Seifert (16), Hohmann (5), Grünig, Kazmierowski (1), Bauer, Papendieck, Schulz, Schröder (2), Weidner (6), Sternberg

Jessener SV: Dühnsee, Zwicker - Hufnagel (1), Thieme (2), Tiede (3), Walde (3), Kretschmann (1), F. Apfelbaum (4), G. Apfelbaum, Plott (4), Peschek (8)

Strafwürfe: Lok 8/9 - JSV 1/2; Zeitstrafen: Lok 1 - JSV 5