Spergau (fna). Die SG Spergau war in dieser Saison in der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga zu Hause noch unbezwungen - bis am Sonnabend die TSG Calbe antrat. Sie entführte mit dem 27:26 (14:12)-Erfolg beide Punkte. "So knapp hätte es gar nicht ausgehen müssen", betonte Peter Weiß, der Interimscoach. Schließlich hat Calbe zu jedem Zeitpunkt der Begegnung gegen schwache Gastgeber geführt. "Wir haben es verpasst, uns frühzeitig abzusetzen."

Beim 5:9 (14.) zum Beispiel waren die Chancen für eine höhere Führung da, "wir haben in der Deckung sehr gut gearbeitet", erklärte Weiß. Dieser aggressiven 6-0-Abwehr entwischte lediglich Christoph Meier von den Gastgebern ab und zu, er erzielte am Ende elf Treffer. Dank ihm blieben sie beim 12:14 zur Pause noch in Schlagdistanz.

Nach dem Wechsel kassierte Calbe Zeitstrafen, einige davon nur schwer nachvollziehbar. Nach dem 18:22 (48.) schloss die SG zum 21:22 (51.) an. "Wir hatten eigentlich ein gutes Rückzugsverhalten", erinnerte sich der Coach, "haben den Angriff dennoch über uns ergehen lassen". Bis zum 25:26 blieb Spergau dran, Calbe drohte in Diskussionen zu verfallen. In einer Auszeit bat Weiß seine Schützlinge um mehr Ruhe.

Die kurze Verschnaufpause hatte sich gelohnt, René Hulha erzielte mit einer starken Einzelaktion das 25:27 (59.), Spergau gelang bis zum Schlusspfiff lediglich noch der erneute Anschluss.

"Es war wichtig, dass wir noch einen Sieg eingefahren haben", sagte Weiß mit Blick auf das Derby gegen Lok Schönebeck, das am kommenden Sonnabend um 17 Uhr in der Heger-Sporthalle steigt. Normale Spiele gibt es zwischen beiden Teams ohnehin nicht, und beide treten nach ihren Siegen mit viel Selbstvertrauen an.

TSG Calbe: Bertram, Knörich - Walter, Barby (3), Doll (1), Hulha (6), N. Rätzel, B. Rätzel (5/2), M. Kralik (1), F. Kralik (5), Hübner (6)

Strafwürfe: Spergau 7/6 - Calbe 2/2; Zeitstrafen: Spegau 8 - Calbe 2