Sie tat nicht gut, die drei-wöchige Pause für die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck in der Sachsen-Anhalt- Liga. Zögerliche Abspiele, Ungereimtheiten und mangelnde Abstimmung - Lok tat sich schwer gegen den SV Irxleben, musste zwischenzeitlich einen Rückstand hinnehmen, gewann aber am Ende 32:28 (15:13).

Schönebeck. Eigentlich hatte Lok doch alles im Griff, erkämpfte sich in den ersten 15 Minuten eine 11:4-Führung und hätte diese doch nur noch verwalten müssen, um den Sieg gegen die Gäste einzufahren. Mit einer super aufgelegten Josephine Suchan im Tor, die insgesamt drei Siebenmeter vereitelt hat, ließ das Team kaum etwas zu. "Dann haben wir technische Fehler produziert, die uns sonst nicht passieren", hatte Dirk Schedlo, der Trainer, beobachtet. Schönebeck kam aus dem Rhythmus, Irxleben verkürzte zum 15:13 zur Pause, zum 21:20 nach dem Wechsel, und es ging mit 24:22 sogar in Führung.

"Früher hätten wir solche Spiele verloren", war sich Schedlo sicher, doch in dieser Saison hat sich die Mannschaft weiterentwickelt, sowohl in der Quantität mit vielen Wechselmöglichkeiten als auch in der Qualität. Immer wieder setzten Spieler mit Einzelaktionen Akzente. Zum Beispiel eine starke Keeperin Yvonne Thiel. In dieser entscheidenden Phase hielt sie einen Strafwurf und einen Freien. "Der Funke sprang auf die Mannschaft über", freute sich der Coach.

So zündete zum einen Lisa Wolf auf Linksaußen den Turbo, erzielte drei Treffer zur 26:25-Führung, so setzte sich zum anderen Nicole Krause am Kreis durch. Und als Schedlo erst auf eine 5-0-1-Deckung mit Karin Stagge auf Spitze gegen Irxlebens gefährlichste Akteurin Sandrina Wolter und später auf eine 5-1 umstellte, gelangen dem Team Ballgewinne und einfache Treffer nach Kontern. Zudem stellte Lok seine Variabilität unter Beweis, Stagge markierte zwei Treffer von Rechtsaußen, Carolin Schedlo ließ sich auch vom Abdrängen auf Außen nicht am Wurf hindern. Spätestens beim 30:27 war die Partie entschieden.

Als nächstes empfängt das Team den SV Großgrimma, allerdings sind bis dahin erneut drei Wochen spielfrei. Doch mit der gewonnenen Qualität kann Dirk Schedlo dieser Partie ein Stück weit gelassener entgegensehen, als es in der Vorsaison der Fall war.

Lok Schönebeck: Thiel, Suchan - Wolf (10), M. Krause (1), Goldgraebe, Schedlo (8/2), Bauer (1), Koeck (4), Sauer (1), N. Krause (2), Precht, Stagge (2), Depta, Kalwatz (3)

SV Irxleben: Schöneck - Bethmann (3/2), Anika Kracht (1), Lincke (4), Jessica Reß (3), Stolz (5), Jennifer Reß (1), Wolter (6), Zornemann (2), Kerstin Kracht (3)

Zeitstrafen: Schönebeck 5, Irxleben 3; Siebenmeter: Schönebeck 3/2, Irxleben 5/2