Schönebeck (mnd). Ohne Satzverlust wollten die Volleyballerinnen des SV Pädagogik Schönebeck aus der Partie gegen den Marzahner VC gehen. Dieses Ziel geriet jedoch in Gefahr, als sich der Volleyball-Regionalligist im dritten Durchgang eines 17:21-Rückstandes erwehren musste. Doch vier Punkte in Folge bescherten ihm den Satzgewinn. Die Mannschaft von Trainer Dennis Raab gewann mit 3:0 (21, 19, 22) und bleibt gleichauf mit dem Zweitplatzierten SC Potsdam II.

"Wir haben gewartet, bis Marzahn die Fehler macht. Das hat nicht ausgereicht", beschreibt Raab jene bedrohliche Phase kurz vor dem Ende. In der Tat wirkten die Gäste entschlossener, sie rissen nach einer schnellen 3:0-Führung der Schönebeckerinnen, die Jessica Schaer durch druckvolle Aufschläge herausspielte, das Geschehen an sich. Immer wieder peitschten sie sich mit Anfeuerungsrufen nach vorn. Selbst ein Zusammenprall der Libera Silvia Weber mit einer Mitspielerin brachte sie nur kurzzeitig aus dem Konzept. Weber schied aus, Pädagogik machte durch Doreen Bock zwar den Punkt zum 7:6, doch wenig später führte Marzahn mit einem diagonalen Angriffsball und guter Blockarbeit mit 10:8. Raab nahm eine Auszeit, doch Besserung folgte erst, als Pädagogik nach der zweiten verunglückten Annahme in Folge - Raab musste bei der Rettungsaktion von Schaer von seinem Stuhl springen - doch noch punktete. Es war die Initialzündung zur Aufholjagd, die Michaela Sido mit einem Ass zum 22:21 beendete. "Wir haben viele direkte Punkte, beispielsweise durch Blocks, erzielt", beschrieb Raab die Erfolgsfaktoren, die seiner Mannschaft letztlich Satz und Sieg einbrachten.

Die direkten Punkte fehlten hingegen beim zerfahrenen Auftakt der Partie, Pädagogik ließ die letzte Konsequenz vermissen. Folglich führte Marzahn auch hier, doch spätestens ab der Mitte des Satzes waren die Verhältnisse wieder geklärt. Raab: "Es war ein spierlerischer Unterschied zu sehen." Die Schönebeckerinnen gewannen den ersten Durchgang mit 25:21 und ließen auch im zweiten durch wenig eigene Fehler nichts anbrennen (25:19). Gäste-Trainer Host Dutz zollte seiner jungen Mannschaft dennoch Respekt: "Wir hatten Besetzungsprobleme. Es stand ein Team auf dem Feld, das so noch nie zusammengespielt hat. Dennoch wollte ich hier etwas sehen und Schönebeck fordern." Der SV Pädagogik hielt stand und hat weiter Platz zwei im Visier. "Cottbus und Potsdam spielen noch gegeneinander. Ich glaube nicht, dass das Spiel 3:0 ausgeht. Dennoch müssen wir die letzen beiden Partien konzentriert angehen", beschreibt Raab den Weg der Schönebeckerinnen und hofft dabei auf wenige Umwege, also auf keinen Satzverlust. Teil eins ist am Sonnabend geglückt.

SV Pädagogik: Sido, Bock, Glaser, Schultze, Lehrmann, Marquardt, Dreher, Schaer, Müller, Grenzau

Marzahn: Halfpap, Knaack, Weber, Borrmann, Timm, Tkatsch, Noack, K. Brauns, F. Brauns