Magdeburg (mnd). Mit dem vergangenen Wochenende konnte Interimstrainer Peter Weiß einfach nicht zufrieden sein. Von vier erhofften Punkten aus den beiden Spielen der Sachsen-Anhalt-Liga, gegen die SG Seehausen am Sonnabend und den BSV 93 Magdeburg am Sonntag, holten die Handballer der TSG Calbe lediglich einen. Doch zumindest stimmte in der zweiten Partie innerhalb von 24 Stunden wieder die Einstellung, trotz der 26:27 (11:14)-Niederlage.

Weiß hatte nach dem vermeidbaren 29:29-Unentschieden gegen Seehausen beim BSV Wiedergutmachung gefordert. Diese Vorgabe setzten seine Spieler um. "Der Wille zum Sieg war da. Kämpferisch war das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mit dieser Einstellung hätten wir gegen Seehausen einen ruhigen Nachmittag gehabt", sagte Weiß, der angesichts des Punkverlustes zuvor immer noch verstimmt war.

In Magdeburg holte die TSG zwar keinen Punkt, hielt die Partie aber bis zum Schlusspfiff spannend. Nach einer schnellen 2:0-Führung ließen sich die Calbenser auch von fünf Treffern der Gastgeber in Folge nicht irritieren, blieben bis zum Ende der Halbzeit stets in Reichweite - 11:14.

Nach der Pause wendete die TSG erstmals das Blatt, ging nach vier Treffern in Folge mit 20:18 in Führung. Diese wechselte fortan stetig. Zwei Minuten vor dem Ende lag die TSG in Unterzahl - Ron Barby bekam eine fragwürdige Zeitstrafe - mit 26:27 zurück. Weiß nahm Torhüter Daniel Bertram aus der Partie, brachte den sechsten Feldspieler, ein Treffer gelang jedoch nicht mehr. Weiß: "Nicht der Bessere hat gewonnen, sondern der Glücklichere."

TSG Calbe: Bertram, Knörich - Walther (1), B. Rätzel (6), Barby (4), Doll, Hulha (7), Roost (3), N. Rätzel, M. Kralik (1), Hübner (4)