Obwohl der 27:11 (15:4)-Sieg nie in Gefahr geriet, die dreiwöchige Spielpause war den Handballerinnen der SG Lok Schönebeck anzusehen. Gegner SV Großgrimma, Vorletzter der Sachsen-Anhalt-Liga, war am Sonntag jedoch zu schwach, um daraus Kapital schlagen zu können.

Schönebeck. Das Trainergespann, Melanie Krause unterstützte Dirk Schedlo aufgrund ihrer Verletzung an der Seitenlinie, haderte vor allem mit der Angriffsleistung. "Wir waren unkonzentriert im Abschluss, zudem haben die Passfolgen einfach nicht gestimmt", sagte Schedlo. Es fehlte also an der Abstimmung, um den harmlosen Gegner noch deutlicher in die Schranken zu verweisen. 30 Treffer sollten es mindestens werden, diese Zahl gab Schedlo in den letzten zehn Minuten aus. Doch zu viele Einzelaktionen verhinderten dieses Ziel.

Dass dieser Sieg in seiner Deutlichkeit zustande kam, ist vor allem der Geschlossenheit der Abwehr zu verdanken. "Die Mädels kommunizieren miteinander", beschrieb Schedlo das Erfolgsrezept. So waren die Schönebecker in der Lage, das Tempo zu variieren. Sehr gut gelang ihnen das in der ersten Hälfte, als sie die Bemühungen der Gäste im Keim erstickten und sich nach der 3:2-Führung mit acht Treffer in Folge auf 11:2 absetzten. Die Neun-Tore-Führung hatte dann auch zur Halbzeit bestand (15:4).

Kurz nach der Pause legte die SG Lok wieder einen 8:0-Lauf hin, führte 23:5. Danach ließen sie die Zügel etwas schleifen, so dass Schedlos Wunsch, die 30-Tore-Marke, am Ende unerreicht bleiben sollte.

Nun bleibt der Mannschaft eine Woche Zeit, um die Kommunikation der Abwehr auch auf den Angriff zu übertragen, denn mit der zweitplatzierten SG Bandits Magdeburg/Barleben steht ein deutlich ernstzunehmenderer Gegner an.

SG Lok: Suchan, Vikus, Thiel - Wolf (2), Goldgraebe (3), Schedlo (8), Bauer (2), Koeck (3), Sauer (1), N. Krause (5), Precht (1), Stagge (1), Braun, Depta (1)

Großgrimma: Michael, Schröter - König (3), Lassen (1), Kupfer (1), Stollberg, Schmidt (1), Ludwig, Schmidt, Schmalz (5), Neitzsch, Zelle

Strafwürfe: SG Lok: 4/4 - SVG: 5/3; Zeitstrafen: SG Lok: 2 - SVG: 1