Calbe (mnd). Obwohl es das vermeintlich schwerste ist, Frank Falke freut sich auf dieses Spiel. "Wir können befreit aufspielen, alles andere als eine Niederlage wäre eine Sensation", sagt der Trainer der TSG Calbe. Die Handballerinnen sind gegen den Tabellenführer der Mitteldeutschen Oberliga, den SHV Oschatz, gefordert. Anpfiff der Partie ist morgen um 14 Uhr.

Völlig selbstlos ist Falke aber doch nicht: "Wir wollen den Spitzenreiter nicht nur ärgern, sondern eventuell auch punkten. In jedem Fall soll ihm das gesamte Spiel über Paroli geboten werden." Angst verspürt er jedenfalls keine vor den Sächs-innen, die in dieser Spielzeit erst drei Punkte abgegeben haben. Eine Vielzahl an Stärken hat er bereits ausgemacht: "Sie spielen sehr robust und entwickeln einen unheimlichen Druck aus dem Rückraum", sagt Falke, der insbesondere vor Carmen Schneider und Nicole Natzschka warnt. Beide bestimmen Tempo und Richtung des SHV-Spiel. Zudem sieht er seine Mannschaft gegen einen "knackigen 6-0-Riegel" gefordert. Eine vermeintliche Schwäche indes stellt die Rückwärtsbewegung der großgewachsenen Gäste dar. Daraus will Falke Kapital schlagen: "Wir müssen sie mit viel Tempo ins Halbfeld zwingen und unsere Angriffe diszipliniert ausspielen." Fehlen werden ihm jedoch die weiterhin erkrankte Franziska Clausing, hinter dem Einsatz von Alexandra Wolke, ebenfalls krank, steht noch ein Fragezeichen.

Gäste-Trainerin Jana Delor indes erwartet ein "sehr hartes Spiel" und einen hochmotivierten Gegner. "Wir werden Calbe nicht auf die leichte Schulter nehmen", verspricht Delor, die bis auf die Langzeitverletzten Maria Luise Lehmann und Luisa Ganske auf alle Spielerinnen zurückgreifen kann.