Glinde (mnd). Die Handballer der SG Eintracht Glinde empfangen im zweiten Heimspiel in Folge einen weiteren Mitteldeutschen Oberligisten, den akute Abstiegssorgen plagen. Nach dem HSV Apolda gastiert der LSV Ziegelheim in der Elbe-Sporthalle. Zielsetzung von Mannschaft und Trainer Andreas Wiese jedoch bleibt die gleiche. Anpfiff der Partie ist heute, 17 Uhr.

Wenn es schon nicht für den Klassenerhalt reicht, dann wenigstens mit vernünftigen Leistungen verabschieden, das denkt sich Wiese: "Wir wollen nicht Letzter werden und die direkten Duelle gewinnen." Zu diesen gehört auch das heutige gegen die Thüringer, die mit der kompletten Mannschaft anreisen werden und sich trotz der 20:24-Niederlage in Dresden weiterhin gut im Rennen um den Klassenerhalt wähnen. Wiese schätzt sie daher auch stärker ein als zuletzt Apolda. "Sie haben spielerisch ein anderes Niveau, kommen mehr über Auslösehandlungen zum Erfolg. Zudem verfügen sie über einen guten Kreisspieler, der häufig angespielt wird", hat der Trainer beobachtet. "Sie können an einem guten Tag jeden schlagen." Zudem erwartet Wiese eine hohe Anzahl an Gäste-Fans, die ihre Mannschaft in Glinde unterstützen werden.

Wiese hegt dennoch Hoffnungen: "Vielleicht liegt uns dieser Gegner mehr. Wir werden jedenfalls alles probieren." Das betrifft auch die taktische Aufstellung, denn Wiese ist erneut zu Experimenten gezwungen, da hinter dem Einsatz von Matthias Scheller und Andreas Lindemann, die beide mit Schmerzen im Wurfarm zu kämpfen haben, ein Fragezeichen steht. Zudem fällt der verletzte Ronny Krause weiterhin aus.

Sein letztes Spiel für die Eintracht indes bestreitet Andreas Kühne. Er arbeitet ab 1. April in Braunschweig und will sich ganz auf seine neue Tätigkeit konzentrieren.