Wolfen (fna). Durch den kurzfristigen Ausfall von Matthias Scheller konnte der Mitteldeutsche Handball-Oberligist Eintracht Glinde mit nur einem Auswechselspieler zum Sachsen-Anhalt-Derby nach Wolfen fahren. Das "Rumpfteam" zeigte eine starke kämpferische Leistung und scheiterte nur knapp an einem Punktgewinn. Am Ende mussten sich die Schützlinge von Trainer Andreas Wiese mit 28:31 (15:13) geschlagen geben.

Zwar fanden die Gäste zunächst nicht ins Spiel, trafen bei fünf Würfen viermal den Pfosten oder die Querlatte, doch in der Folge fing sich die Eintracht, der einzige Keeper Steffen Oppenheimer "hat gut gehalten", schätzte Teamleiter Norbert Langoff ein. Zum anderen wusste Wolfen kaum ein Rezept gegen die Manndeckung der Glinder, tat sich schwer beim Erarbeiten einer Wurfmöglichkeit. Über das 5:2 und 7:4 gingen die Gäste durch einen Treffer von Philipp Klein erstmals mit 13:12 in Führung (27.), bauten diese zum 15:13-Halbzeitstand aus.

Nach dem Wechsel blieb die Partie zunächst ein offener Schlagabtausch, Christoph Frank glich in der 40. Minute zum 20:20 aus. "Dann haben wir in zehn Minuten vier Zeitstrafen gegen uns bekommen", ärgerte sich Langoff. Wolfen wusste diesen Vorteil zu nutzen. Die Folge war ein Fünf-Tore-Rückstand beim 26:21. Zwar verkürzte die Eintracht noch zum 31:28, doch die zwei Punkte blieben bei den Gastgebern.

"Wir haben uns super verkauft", schätzte der Coach ein. Vor allem Philipp Klein "hat ein super Spiel gemacht". Durch die Niederlage bleibt Glinde Letzter, kann aber in zwei Wochen im direkten Duell gegen den HSV Naumburg-Stößen am Sonnabend um 17 Uhr die rote Laterne abgeben.

Glinde: Oppenheimer - Klein (6), Langoff (1), Sowa (3), Friedl (4), Lindemann (2), Steinweg, Frank (12/5)

Siebenmeter: Wolfen 6/5 - Glinde 5/5; Zeitstrafen: Wolfen 5 - Glinde 8