Magdeburg (mnd). Steffen Grohe aus dem Trainergespann mit Bernhard Knoll hatte vor der Partie gewarnt. Seine ZLG Atzendorf sollte aufgrund der geringen Breite des Spielfeldes beim BSV 79 Magdeburg hellwach sein, da insbesondere durch Standardsituationen Gefahr ausgehen kann. Gefahr erzeugte dann jedoch die ZLG, die gegen den Tabellenletzten der Fußball-Landesklasse mit 3:0 (2:0) gewann.

Es dauerte jedoch eine halbe Stunde, bis sich die Atzendorfer die Eigenheiten des schmalen Kunstrasenplatzes zunutze machen konnten. Ein Einwurf des starken Daniel Ebeling verlängerte Marcel Sündermann an die Latte. Von dort prallte der Ball vor die Füße von Denny Reuscher, der sich mit einer Drehung seines Gegenspielers entledigte und aus zehn Metern zum 1:0 traf (37.). Danach fanden die Atzendorfer Sicherheit, die Brüder Rock mit Stefan in der Zentralen und David Rehbein auf der linken Seite ließen in Folge nur noch wenig anbrennen. Vor allem Ebeling bot eine überzeugende Partie. Nicht zu unrecht befand Grohe: "Er war heut einer unserer Besten." Seine Leistung untermauerte er dann in der 41. Minute, als der BSV in der Vorwärtsbewegung den Ball verlor, der gewonnene Ball steil auf Ebeling gespielt wurde, so dass er allein auf Torhüter Michael Freitag zulief und diesem mit einem platzierten Schuss in die lange Ecke keine Chance ließ - 2:0.

In der zweiten Hälfte war die ZLG weiter tonangebend, erarbeitete sich Chancen im Minutentakt. So scheiterte Reuscher am Pfosten, Marcus Brüggemanns Freistoß verfehlte nur knapp sein Ziel oder der im Sturm aufgebotene Silvio Franzelius schob den Ball nach einem feinen Diagonalpass von Ebeling aus kürzester Distanz neben das Tor. "Im Gegensatz zu den vergangenen Spiele haben wir heute teilweise richtig gut kombinierte", befand Grohe.

Die ZLG begann nun, an den vergebenen Chancen zu hadern, zudem sah Tobias Sura nach einer Rangelei die rote Karte. Doch Reuscher besänftigte alle Atzendorfer mit seinem zweiten Treffer in der 79. Minute, als er einen lehrbuchmäßigen Konter über die rechte Seite überlegt zum 3:0 abschloss. Die Gäste zogen sich fortan zurück und verwalteten den Vorsprung ins Ziel. "Ich hoffe, dass der Bann jetzt gebrochen ist", sagte Grohe nach zuletzt elf sieglosen Spielen hintereinander und hofft zugleich, dass seine ZLG auch auf Plätzen mit normalen Abmaßen die gleiche Torgefahr entwickelt.

BSV 79: Freitag - Nimtz (62. Berger), Wegener, Müller, Tuchen, Heyer, Hennig, Vogel, Librenz, Schwabe, Hoheisel

ZLG: Eisenträger - Ch. Rock, Franzelius (90. Mühlenberg), Rehbein, Brüggemann, Ebeling, Reuscher (82. Knoll), Voigtländer, Sündermann (88. Faßhauer), Sura, St. Rock