Am vergangenen Wochenende fand das international besetzte "Paris Open" im Ju-Jutsu statt, das unter anderem ein Qualifikationsturnier für die Europa- sowie Weltmeisterschaft darstellte. Unter dem großen Teilnehmerfeld aus 20 verschiedenen Nationen befanden sich mit Nico Patschke, Miguel Mogge und Alexander Germer auch drei Schönebecker Athleten. Die Drei gehören seit 2006 zum Nationalteam und errangen in den vergangenen Jahren hochrangige Erfolge. Am ersten der beiden Wettkampftage mussten Nico Patschke (bis 85 Kilogramm) und Miguel Mogge (+94 Kilogramm) bereits früh ihr Können unter Beweis stellen.

Paris (mmo). Den Anfang machte Nico gegen den Franzosen Marty. Trotz leichten Trainingsrückstands - bedingt durch berufliche Einschränkungen - bewies Nico seine Klasse und schickte seinen Gegner durch ein deutliches 12:6 nach Punkten in die Trostrunde.

Im zweiten Kampf wartete der starke Schweizer Dusek, der im Vorjahr schon überzeugend auftrumpfte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte Nico die Anweisungen des Bundestrainers taktisch um und entschied den Kampf für sich. Der Schönebecker bewies in seinen Duellen einen enormen Kampfeswillen und steigerte sich in den nachfolgenden Auftritten immer weiter. Am Ende feierte er den verdienten Sieg in seiner Gewichtsklasse.

Kurz darauf griff Miguel ins Geschehen ein. Im ersten Kampf wartete der Russe Smirnov, den er schon aus dem vorigen Jahr kannte. Mit hohen Erwartungen gestartet, fand Miguel nicht in seinen Rhythmus. Nach anfänglicher Führung versuchte er alles Mögliche, um den Russen im Judo zu kontrollieren. Eine zusätzliche Handverletzung und Fehlentscheidungen seitens der Kampfrichter beendeten alle Hoffnungen. Im Kampf um Platz drei gegen den Spanier Garcia musste Miguel trotz einer Führung den Kampf vorzeitig beenden, weil sich seine Verletzung durch eine Aktion des Gegners rapide verschlimmerte.

Am zweiten Tag musste nun Alexander Germer (bis 77 Kilogramm) sein Können unter Beweis stellen. Es hieß, den dritten Platz des Vorjahres zu verteidigen. Lasse Munck aus Dänemark war der erste Gegner, den er durch eine souveräne Leistung bezwang. Im zweiten Kampf wartete der Ex-Welt- und Europameister Rudnev aus Russland. Erneut präsentierte sich Alexander taktisch klug und abgeklärt, somit entschied er den Kampf mit 11:6 für sich. Jedoch gelang es ihm nicht, im folgenden Kampf den ebenso starken Russen Federov über die gesamte Zeit zu beherrschen und unterlag ihm knapp. Im Duell um Platz drei mobilisierte der Elbestädter alle Kräfte, dominierte den Franzosen Ribere in jeder Phase und errang den verdienten Podiumsplatz erneut.