Magdeburg/Schönebeck. Magdeburg ist ein gutes Pflaster für Sabine Grenzau, zumindest hat sie mit dem Verein und der Sporthalle in der Landeshauptstadt gute Erfahrungen gemacht. Die Volleyballerin gewann vor zwei Jahren mit dem VC 97 Staßfurt sowohl in den beiden Regionalliga-Partien gegen den späteren Absteiger USC als auch das Pokalfinale gegen den SV Pädagogik Schönebeck - in der Campushalle. Diesen Trend will die derzeitige Spielerin des SVP heute fortsetzen, um 13 Uhr empfängt das Team den USC zum Finale des Landespokals - diesmal in eigener Halle an der Berliner Straße.

Es wird wohl auf die Aufschläge ankommen, da sind sich sowohl die beiden Trainer als auch Sabine Grenzau einig. "Das ist die große Stärke des SVP", schätzt USC-Coach Matthias Waldschik ein. Wohl aus diesem Grund hat er in den vergangenen Wochen zwar "normales Training" absolvieren lassen, dennoch das Augenmerk auf die Annahme gelegt.

"Wir gehen gelassen in die Partie, die Finalteilnahme ist bereits die Belohnung für die gesamte Saison", freut sich Waldschik auf die heutige Begegnung. Hinter dem Team liegt eine Spielzeit mit Höhen und Tiefen, es gewann mit zwei Punkten Vorsprung knapp den Landesmeistertitel vor dem CV Mitteldeutschland, sicherte sich aber in den Relegationsspielen für den Aufstieg in die Regionalliga den zweiten Platz und startet in der kommenden Saison in der dritthöchsten Spielklasse.

In dieser wird der USC wohl ein anderes Gesicht bekommen, Hauptangreiferin Julia Flach und Außenangreiferin Katharina Zich haben ihr Studium beendet und verlassen den Verein, ebenso Ulrike Beige und Jenny Schwab, ein Fragezeichen steht dann noch hinter den Engagements von Anja Bechmann und Peggy Bürger. Es ist also der letzte Auftritt des Teams in der Besetzung, "da wollen wir ein gutes Spiel zeigen und uns nicht hängen lassen", sagt Waldschik.

Der SV Pädagogik würde gerne noch eine Liga höher spielen, vom 13. bis 15. Mai stehen für den Dritten der abgelaufenen Regionalliga-Saison die Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga in Hamburg bevor. Darauf bereitet Trainer Dennis Raab seine Schützlinge derzeit vor. In den vergangenen Wochen stand deshalb hauptsächlich Athletik auf dem Programm. "Die Trainingsbeteiligung war super", erklärte der Coach. "Die letzten Spiele sind schon länger her", schmunzelt Grenzau. "Wir sollten fit sein für die Relegation. Wir wurden ganz schön gescheucht. Umso motivierter gehen wir in das Pokalspiel."

Es ist wohl gleichzeitig so etwas wie eine Generalprobe für die Begegnungen in zwei Wochen: "Wir wollen uns stark präsentieren und unsere spielerische Linie durchziehen." Gleichzeitig sollen Mittelblockerin Jana Merkel und Außenangreiferin Annika Große Spielpraxis bekommen, sich im Team integrieren. Die beiden sollen den SVP bei den Spielen in Hamburg unterstützen.

Dort und im Pokalspiel will Sabine Grenzau so viel wie möglich beitragen. "Meine Stärke ist die Annahme", weiß die 22-Jährige. Ein Element, dass für die Stabilität im Team essentiell ist. Mit einer starken Annahme hat auch Zuspielerin Michaela Sido mehr Möglichkeiten, ihre Angreiferinnen einzusetzen. Die Egelnerin weilte unter der Woche in Italien, konnte also eine Woche lang nicht mittrainieren. Ihre Qualitäten wird sie deshalb nun nicht einbüßen, darin ist sich auch Waldschik sicher. Neben den Aufschlägen zählt er die Zuspielerin zu den Stärken der heutigen Kontrahentinnen. "Wir haben aber auch spielerisch gute Fortschritte gemacht", lobte Raab. In den kommenden zwei Wochen sollen diese noch verbessert werden.

Doch heute steht zunächst das Pokalfinale bevor, Sabine Grenzau würde diesen Titel gern zu ihren bisherigen hinzufügen. Da gibt es zum Beispiel Andenken an den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft der C-Jugendlichen, den achten Platz bei den Schul-Weltmeisterschaften in Puerto Rico 2002 und viele Landesmeistertitel. Und die Bilanz mit Magdeburg soll natürlich auch beibehalten werden.

Im Anschluss (ca. 15.30 Uhr) steigt das Männerfinale zwischen dem MTV Wittenberg und dem VC Bitterfeld-Wolfen.