Calbe/Rödertal (fna). Eine vierwöchige Pause liegt hinter den Handballerinnen der TSG Calbe. Morgen kämpfen sie im vorletzten Spiel der Mitteldeutschen Oberliga (MOL) beim Zweiten HC Rödertal um Punkte. Anpfiff ist um 16.30 Uhr.

Zunächst hieß es: Konditionstraining. Die ersten zehn Tage in dieser lange Pause ging es in den Einheiten also um Athletik, dann um Athletik mit Ball. Erst danach "haben wir technisch und taktisch gearbeitet", erklärt Trainer Frank Falke. Gestern wurden weitere Systeme in der Defensive geprobt und abgesprochen. Der Coach hat also schon einige Varianten im Kopf, wie er den Gastgeberinnen begegnen will.

Die vielen Treffer der "Rödertal-Bienen" resultieren vor allem aus Kontern. Das Team geht über 60 Minuten ein hohes Tempo. Calbe muss zudem die Kreise von Aufbauspielerin Jessica Stiskall im Positionsspiel einengen, sie trumpfte in dieser Saison immer wieder durch gute Anspiele oder clevere Abschlüsse auf. "Wir haben bewiesen, dass wir diszipliniert spielen können, wir wollen unser Tempo variieren", so Falke.

Für Rödertal geht es darum, im Fernduell mit Oschatz den ersten Platz zu erobern. Nur dieser berechtigt definitiv zum Aufstieg in die 3. Liga, die ja von Beginn an das Ziel des Teams war. Zwar erhält auch der Zweite der MOL die Chance dazu, weil die Zweitliga-Absteiger SC Riesa und TV Mainzlar, die Drittligisten Wacker Osterwald und SG Leutershausen sowie der Meister der Oberliga Nordsee auf ein Mitwirken in der 3. Liga verzichten, heißt es auf der Homepage des HCR. Dieser muss aber den Umweg über Qualifizierungsspiele gehen. In diesen stehen dann die Elften der 3. Liga sowie die interessierten Zweitplatzierten der Oberliga-Bereiche gegenüber.

Calbe ist das sicher ziemlich egal, es will den einen Punkt, der momentan für den Ligaverbleib notwendig ist, möglichst heute erzielen, schließlich nimmt man die weite Reise nicht auf sich, um möglichst knapp zu verlieren. "Wir wollen gewinnen", betont der Trainer, wenngleich das Team spielerisch "aus dem Kalten heraus antritt", aber "das ist vielleicht unser Vorteil". Fehlen werden Kristin Sroka (privat), Franziska Clausing (erkrankt) und Antje Schreiber (Knieverletzung).