Schönebeck/Staßfurt (fna). Dirk Heinrichs mag es nicht, im Rampenlicht zu stehen, er mag keine großen Auftritte und er mag es nicht, große Ziele beim Amtsantritt auszugeben. Der neue Trainer des Handball-Sachsen-Anhalt-Ligisten Lok Schönebeck, der nach der Saison das Team etwa ab Juni übernehmen wird, mag aber die Fitness. Der 41-Jährige ist Sport- und Fitnesskaufmann und betreibt sein eigenes Studio in Staßfurt. "Im Juni", sagt er, "wird es zunächst leichtes Training geben, ab Juli machen wir dann verstärkt Fitness". Dazu wird Heinrichs, der am 22. Mai nach zwei Jahren als Coach beim Verbandsligisten Thale/Westerhausen sein Engagement dort beendet, seine neuen Schützlinge etwa fünf Wochen lang in seinem Studio schwitzen lassen.

Das Gesicht der SG Lok wird dann wohl ein anderes sein. Keeper Patrick Tuchen verlässt das Team in Richtung HV Staßfurt (Mitteldeutsche Oberliga), Chris-tian Stark "wird wohl seine Karriere beenden", erklärte Roy Schlemmermeyer vom Vorstand, auch Guido Weidner werde nicht weitermachen, Philipp Tognino stehe nicht mehr im Kader. Die Zukunft von Spielertrainer Matthias Schröder sei noch ungewiss. "Alle anderen bleiben wohl dabei", sagte Schlemmermeyer, "aber die Planungen werden erst am 12. Mai abgeschlossen sein".

Neu dabei sein werden dann auf jeden Fall Robert Mennecke (Linksaußen), Steffen Kliem (Aufbau Mitte), Mark Illig (Torwart) und Tim Boettcher (Rechtsaußen), sie kommen allesamt von der SpG Thale/Westerhausen. Auch der A-Jugendliche Kevin Engelhardt wird aus Staßfurt an die Elbe wechseln.

Schlemmermeyer und Heinrichs haben sich beim Testspiel der Polizeiauswahl bei Thale/Westerhausen kennengelernt. Bereits vor zwei Jahren liebäugelte Heinrichs mit einem Engagement bei Lok, entschied sich damals aber für die Harzstädter. "Wir werden jetzt einen Umbruch vollziehen", sagt Schlemmermeyer, "bei dem vor allem junge Spieler integriert werden sollen".