Schönebeck (fna). Patrick Tuchen war wieder ganz in seinem Element. Der Keeper der SG Lok Schönebeck hielt stark am Sonnabend gegen die SG Seehausen und war maßgeblich daran beteiligt, dass der Handball-Sachsen-Anhalt-Ligist nur 27 Gegentreffer kassierte. Das Team belohnte sich für seinen guten Auftritt in der Defensive, in der die aggressive 6-0 über weite Strecken sehr gut verschob und die Lücken schloss, und gewann mit 35:27 (17:16), schloss damit in der Tabelle zur TSG Calbe an.

In der Offensive fand Guido Weidner zu seiner alten Stärke zurück. Mit zwölf Treffern war er der erfolgreichste Werfer des Teams. Er profitierte dabei unter anderem von Ballgewinnen - vor allem in der Schlussphase - und schloss die Konter sicher ab. Auch im Positionsspiel waren er und Mario Seifert meist die erste Option, beide waren treffsicher. Entweder sperrte Stefan Kazmierowski am Kreis gut frei, oder mit der Auslösehandlung von Linksaußen über Christian Stark wurde der Ball schnell genug weitergepasst, um auf Halbrechts oder Rechtsaußen die entstandenen Lücken zu nutzen. Weidner aber interessierten nicht einmal zwei Gegenspieler, er traf beispielsweise zum 31:27 über die beiden Kontrahenten hinweg.

Die Gastgeber erarbeiteten sich eine 4:1-Führung in Hälfte eins, doch Seehausen ließ sich zunächst nicht abschütteln, blieb über seine großgewachsenen Rückraumschützen Christian und Alexander Söhnel in Schlagdistanz. Doch Schönebeck lag zu keinem Zeitpunkt zurück, behauptete die knappe Führung bis zum 30:27, bevor die Gäste noch einmal alles versuchten und dabei ausgekontert wurden.

Lok Schönebeck: Schuster, Tuchen, Weiss - Rabe (1), Stark (3), Seifert (6/2), Hohmann (6), Grünig (1), Kazmierowski (3), Schulz, Schröder (2), Weidner (12), Papendieck (1), Sternberg

SG Seehausen: Schulz, Kramer - Martin Scholz (3), Fehringer (3), D. Cornehl (1), Hennigs, C. Cornehl (2), Hofmann (3/1), Matthias Scholz (2), C. Söhnel (6), A. Söhnel (6/1), Knust (1)

Siebenmeter: Schönebeck 5/2 - Seehausen 4/2; Zeitstrafen: Schönebeck 7 - Seehausen 9; Rot: Martin Scholz (3x2 Minuten, 26:56) -Seehausen-