Nach vier Wochen Spielpause dauerte es eine Weile, bis sich die Handballerinnen der SG Lok Schönebeck am Sonntag in die Partie gegen die SG Seehausen gefunden hatten. Dann allerdings ließen sie nichts anbrennen und sicherten sich einen 37:31 (20:13)-Sieg in der Sachsen-Anhalt-Liga.

Schönebeck. Vor allem in der Defensive lief es zu Beginn nicht nach Wunsch, die Gäste hielten somit die Begegnung bis zum 6:6 ausgeglichen. Dann jedoch verschob sich die 6-0-Deckung der Gastgeberinnen gut zur Ballseite, stellte die Lücken rechtzeitig zu und ließ kein flüssiges Aufbauspiel mehr zu. Lohn war der 10:6-Vorsprung. Seehausen haderte mit der Chancenverwertung, produzierte viele technische Fehler und war zu ideenlos im Angriff, monierte Trainerin Anja Wachholz. Zur Pause enteilten die Elbestädter unter anderem durch einfache Treffer nach Kontern über das 18:9 zum 20:13.

Auch nach dem Wechsel blieben sie bestimmend. Die Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torhüter funktionierte, Josephine Suchan hielt neben den Würfen aus dem Positionsspiel heraus auch noch einige Freie. Lediglich Johanna Willing und Bianca Braune stemmten sich mit guten Einzelleistungen aus dem Rückraum heraus gegen die Niederlage, doch den Rückstand von sieben, acht Zählern vermochten auch sie nicht zu verkürzen.

Lok nutzte seinen großen Kader und war somit in der Offensive nur wenig ausrechenbar. Einer offensiven 5-0-1-Deckung gegen Sabrina Koeck antwortete der Gastgeber mit Treffern durch Lisa Wolf auf Linksaußen oder Saskia Kalwatz am Kreis, einer 6-0 brachte sie Tore durch Koeck, Janka Bauer oder Carolin Schedlo aus dem Rückraum entgegen. Steffi Sauer erzielte in der zweiten Halbzeit nach ihrer Einwechslung zwei starke Treffer von Rechtsaußen, Karin Stagge erwies sich als durchsetzungsstark und markierte vier Tore.

Nach drei Niederlagen in Folge sicherte Schönebeck mit dem Sieg den fünften Platz in der Tabelle und darf nun wieder mit Rang vier liebäugeln. Auf diesem steht der MSV Buna Schkopau, der am kommenden Wochenende bei TuS Magdeburg-Neustadt antreten muss. Vielleicht gibt es etwas Schützenhilfe, denn TuS könnte als Sechster noch an Lok vorbeiziehen wollen.

Lok Schönebeck: Suchan, Virkus, Thiel - Wolf (7), Goldgraebe (2), Schedlo (10/4), Bauer (2), Koeck (4), Sauer (2), N. Krause, Stagge (4), Braun (3), Depta, Kalwatz (4)

SG Seehausen: L. Willing, Rausch - Milchert (1), Steinke (2), Fischer (2), Bäse (1), Schönhoff, J. Willing (14/2), Braune (11/4), Kracheel, König, Hückel

Siebenmeter: Schönebeck 7/4 - Seehausen 11/6, Zeitstrafen: Schönebeck 6 - Seehausen 7