Auf der Schönebecker Bahnanlage standen am Sonnabend das Halbfinale und am Sonntag das Endspiel im Kampf um den Landespokal im Kegeln auf dem Programm. Während sich die Frauen des Schönebecker SV den Titel sicherten, erreichten die Herren den zweiten Rang.

Schönebeck (hsc). Die Herren duellierten sich mit dem Holzweißiger SV um den Finaleinzug und dominierten von Beginn an. Sie gewannen mit 8:0 Mannschaftspunkten und einem Endergebnis von 3358:3074 überragend. Das beste Einzelergebnis erreichte Thomas Große mit 598 Kegeln. Das zweite Halbfinale gewann Titelverteidiger TSV Brehna mit 8:0 und 3372:3085 gegen Turbine Zschornewitz.

Das Endspiel war eine spannende Angelegenheit. Das erste Starterpaar des SSV gewann sechs Satzpunkte und beide Mannschaftspunkte. Im Gesamtergebnis wurde ein Vorsprung von 54 Zählern erreicht. Im mittleren Durchgang lief es nicht so gut, es wurden nur 4,5 Satzpunkte und ein Mannschaftspunkt gewonnen. Im Gesamtergebnis führte man mit 56 Holz, so dass für das letzte Starterpaar die Aufgabe darin bestand, die Führung zu halten, da das automatisch zwei weitere Mannschaftspunkte zur Folge hätte und damit den Gewinn des Pokals. Nun kam richtig Spannung auf. Nach zwei Bahnen sah noch alles nach einem Sieg für die Gastgeber aus, aber nach der dritten Bahn war der Vorsprung bis auf fünf Holz geschmolzen und die Titelverteidiger spielten überwiegend die besseren Einzelergebnisse. Sie übernahmen schließlich die Führung im Gesamtergebnis und gewannen erneut - 3279:3291 bei 3:5 Mannschaftspunkten. Das beste Einzelergebnis dieses Spiels erreichte Große mit 578. Auf der gegnerischen Seite erreichten Stefan Bauer und Robert Schmidt je 570.

Die SSV-Frauen schlugen sich im Halbfinale gegen SKC Buna Schkopau hervorragend. Nach zwei Durchgängen führten sie mit 4:0 Mannschaftspunkten und 247 Kegeln. Im letzten Durchgang wurden fünf weitere Sätze gewonnen - Endstand 7:1 und 3245:2935. Das beste Einzelergebnis erreichte Anja Groß mit 573. Vom SKC erreichte Stefanie Barthel die beste Einzelleistung (548) und sicherte den Mannschaftspunkt für ihr Team. Im zweiten Halbfinale gewann Union Sandersdorf mit 5:3 und 3027:3005 gegen Turbine Zschornewitz.

Das Endspiel fand zeitgleich mit dem der Herren statt. Die ersten Starterinnen des SSV fanden nicht zu ihrem Spiel und konnten nicht an die Leistungen des Vortages anknüpfen. So erspielte sich das Team nur einen Mannschaftspunkt, der Rückstand betrug 16 Zähler. Im zweiten Durchgang wieder eine Punkteteilung, aber der Gegner gewann fünf von acht Sätzen und behielt den Vorsprung. Im dritten Durchgang dann die Wende: Beide SSV-Spielerinnen gaben nur je einen Satzpunkt ab und waren mit ihren Einzelergebnissen überlegen, so dass aus dem Rückstand eine Führung herausgespielt und beide Mannschaftspunkte gewonnen wurden. Mit 6:2 und 3148:3086 siegten die SSV-Damen und sicherten sich nach 2008 erneut den Titel. Stefanie Lehe vom SSV hat mit 554 das beste Einzelergebnis erreicht, die beste Spielerin von der SG war Tanja Roth mit 540.

 

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