Calbe (gle). Nach fünfwöchiger Pause empfing die TSG Calbe II den Tabellenzweiten der Handball-Bezirksliga West, den SV Lok Oschersleben, der vor diesem Duell zumindest noch eine theoretische Aufstiegschance hatte. Nach spannenden und kampfbetonten 60 Minuten behielt Calbe knapp mit 25:24 (10:10) die Oberhand und beendete so jegliche Ambitionen des Gastes in Richtung Verbandsliga.

Zu Beginn der Partie merkte man vor allem den Hausherren die lange spielfreie Zeit an. Das Team fand nur schwer in die Begegnung, bewegte sich zu wenig und produzierte viele technische Fehler. Zum Glück war Torhüter Ronny Kaiser von der ersten Sekunde an hellwach und vereitelte vor allem in der Anfangsphase mit klasse Paraden eine Reihe von besten Torchancen der Gäste. Treffer blieben zunächst Mangelware.

Calbe fand dann seinen Rhythmus. Die Abwehr stand nun sehr stabil, trat energisch auf den ballführenden Spieler hinaus und eroberte sich dadurch wiederholt den Ball oder zwang die gegnerischen Angreifer zu Würfen aus ungünstigen Positionen, die dann eine sichere Beute von Kaiser wurden. Calbe holte sich die Führung zurück und baute sie zum 6:3 aus. Zum Ende der ersten Hälfte schlichen sich jedoch einige Unkonzentriertheiten ein, die es Oschersleben ermöglichten, den 8:8-Ausgleich zu erzielen. Mit der letzten Aktion vor der Halbzeit traf Thomas Weder per direkt verwandeltem Freiwurf zum 10:10.

Tobias Tischler und Robert Ulrich warfen die TSG nach der Pause zum 13:11 in Front. Oschersleben hielt jedoch stets den Anschluss und glich zum 17:17 (43.) aus. Calbe agierte in dieser Phase vor allem im Angriff nicht variabel genug, verzettelte sich zu sehr in Einzelaktionen. Oschersleben nutzte dies zur 21:19-Führung. Calbe fing sich und glich zum 21:21 (52.) aus. Die Mannschaft von Trainer Hannes Krausholz, der aus beruflichen Gründen in den letzten beiden Spielen der Saison nicht an der Seitenlinie agieren wird, wollte für die Hinspielniederlage unbedingt Revanche nehmen. In einem offenen Schlagabtausch wechselten die Führungen erneut, wobei Marco Käselitz vom Siebenmeterpunkt stets die Nerven behielt. Beim 24:24 bekam Oschersleben einen Strafwurf, den Ronny Kaiser toll parierte. 30 Sekunden vor Ende nahm Trainer Krausholz eine Auszeit, der letzte Spielzug wurde abgesprochen und Sebastian Ebel traf dann vom Kreis zum 25:24. In den letzten Sekunden ließ man die Gäste nicht mehr zum Torwurf kommen, der Rest war dann Jubel auf TSG-Seite.

TSG Calbe II: Kaiser - Tischler (3), Ritter (2), Weder (2), Käselitz (6/3), Smudzinski (2), Sauerzweig, Ulrich (5), Ebel (3/2), Albrecht (2)