Calbe (okr). Der Puls steigt, die Spannung ist zum Greifen: Wenn die Handballerinnen der TSG Calbe (9., 12:26-Punkte) heute um 17 Uhr auf die "Platte" treten, herrscht in der Hegersporthalle "Endspielzeit". "Eigentlich wollten wir diese Situation am letzten Spieltag vermeiden", sagte TSG-Trainer Frank Falke vor dem finalen Duell um den Klassenerhalt gegen den Tabellenletzten der Mitteldeutschen Handball-Oberliga, HBV Jena (11., 6:32).

Die Lage ist eindeutig: Mit einem Sieg würden die Calbenserinnen die Klasse halten. Bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Erfolg des SV Aufbau Altenburg (10., 10:28), der ausgerechnet beim HC Salzland antritt, wäre der Abstieg besiegelt.

"Dann hätten wir es sportlich auch nicht verdient, in der Liga zu verbleiben", sagte Falke. Dennoch ist er davon überzeugt, dass sein Team die Nerven behält. "Die Anspannung ist da, der Glaube auch. Die Mädchen müssen den Kopf frei bekommen und selbstbewusst auftreten", so der Coach, der unter der Woche "normal" trainieren ließ.

Falke vertraut seinem Team, das in den letzten zwei Jahren stetig gewachsen ist und vor allem bei Endspielen präsent war. "Ich erinnere mich gerne an die Spiele im Pokal und im Super-Cup. Dafür leben wir in Calbe Handball."

Was den Gegner aus dem Thüringischen betrifft, rechnet Falke "mit dem Härtefall". "Sie werden uns keinen Zentimeter schenken, dürften in ihrer Lage unberechenbar sein." Er weiß aber auch, dass die TSG mit einer konstanten Leistung über 60 Minuten bestehen kann. "Ordnung und Disziplin müssen stimmen. Wir müssen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken", forderte der Trainer, der alle Spielerinnen an Bord hat. Einzig hinter dem Einsatz von Kristin Sroka steht ein Fragezeichen.

"Wichtig ist, dass uns heute viele Zuschauer unterstützen. Das haben sich die Mädchen in den vergangenen zwei Jahren verdient", so der Appell von Falke.