Wittenberg (fna). Wittenberg-Piesteritz hatte von Anfang an ein Ziel vor Augen. Einen Punkt benötigte der Handball-Sachsen-Anhalt-Ligist vor der Partie gegen Lok Schönebeck noch, um vorzeitig den Landesmeistertitel zu erringen. Der Gastgeber sicherte sich am Sonnabend mit dem 40:32 (19:12)-Erfolg den Cup und das Aufstiegsrecht zur Mitteldeutschen Oberliga. Die Gastgeber "hatten einfach den größeren Willen", erklärte Lok-Kapitän Stefan Kazmierowski.

Dabei starteten die Gäste gar nicht schlecht in die Partie, hielten bis zum 7:6 den Anschluss. In Führung gingen sie jedoch zu keinem Zeitpunkt. Nach diesen ausgeglichenen ersten 15 Minuten erhielten die Gäste viele Zeitstrafen - elf waren es in der gesamten Partie - und mussten somit lange in Unterzahl agieren. Das nutzte Wittenberg in dieser temporeichen Partie und sicherte sich bis zur Pause die 19:12-Führung.

Nach dem Wechsel verkürzten die Gäste noch einmal auf vier Zähler Rückstand, doch letztlich waren 35 Fehlversuche und 13 technische Fehler einfach zu viel, um dem Gastgeber, der schließlich bis zum 37:27 (53.) erhöhte, Paroli bieten zu können. Einzig die 16 Paraden von Patrick Tuchen, darunter drei Strafwürfe, sowie die sechs gehaltenen Würfe durch Christian Schuster hielten die Gäste in der Partie. Zudem erwischte Guido Weidner erneut einen starken Tag, erzielte bei 20 Versuchen 13 Treffer.

Während Lok die Heimreise antrat und auf einen Erfolg im letzten Spiel hofft, feierten die Gastgeber ausgiebig ihren vorzeitigen Landesmeistertitel.

Wittenberg-Piesteritz: Brandt, Bley - Pawlak (5/2), Schröder, Bäßler (3), Giese (5), Olle (7), Balke, Fuchs (8/2), Zimmermann (5), Szep Kis (7/1), Kunert

Lok Schönebeck: Tuchen, Schuster, Weiss - Stark (2), Hohmann (7), Kazmierowski, Seifert (3), Papendieck (4), Grünig (1), Bauer, Schulz, Rabe (2), Weidner (13/2)

Siebenmeter: Wittenberg 8/5 - Schönebeck 2/2; Zeitstrafen: Wittenberg 3 - Schönebeck 11

Die Abteilung feiert am Sonnabend ihren Saisonabschluss mit den Fans. Die Spiele der Frauen (15 Uhr, gegen Askania Bernburg) und der Männer (17 Uhr, gegen HV Wernigerode) können für vier Euro besucht werden. Vor und nach den Spielen werden Helfer und Spieler geehrt. In der Halbzeitpause des Männerspiels werden die sechs Nachwuchsteams geehrt. Nach den Partien gibt es einen Grillabend mit Musik.