Schönebeck (fna). Die wohl schönste Geschichte schrieb am Sonnabend Nicole Moschner, wenngleich ihr kein Treffer gelang. Nach langwieriger Verletzungspause kehrte sie in den Kader der SG Lok Schönebeck zurück und hatte gegen den Dritten der Handball-Sachsen-Anhalt-Liga, den TV Askania Bernburg, ihr Comeback gegeben. Beide Teams verabschiedeten sich mit einem 32:32 (15:15)-Unentschieden aus der Saison.

Während Moschner zurückkehrte, gab Keeperin Yvonne Thiel ihren Abschied. Sie wird dem Team aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv zur Verfügung stehen. Auch das Engagement von Rückraumschützin Carolin Schedlo ist fraglich, berichtete Betreuerin Melanie Krause. Schedlo werde im September mit dem Studium fertig. Der weitere Berufsweg stehe noch nicht fest.

Die 22-Jährige ist gemeinsam mit Sabrina Koeck ein wichtiger Faktor im Rückraum der SG Lok, auch gegen Bernburg. In der ersten Halbzeit "waren wir immer erfolgeich, wenn wir schnell gespielt haben", erklärte Krause. Über die erste oder die zweite Welle kamen Schedlo, Koeck, Janka Bauer oder Lisa Wolf zu einfachen Treffern. Mehr als ein Zwei-Tore-Vorsprung sprang aber nicht heraus, weil zum einen zu viele Ballverluste und technische Fehler verursacht wurden und weil Lok zum anderen Stefanie Baier nicht in den Griff bekam. Sie war mit zwölf Treffern erfolgreichste Werferin der Gäste - 15:15 zur Pause.

Nach dem Wechsel "wollten wir die ersten 15 Minuten mit Power und Tempo ins Spiel gehen, aber das haben wir nicht realisiert". Dann wurden Schedlo und Koeck mit Sonderbewachung bedacht, Bernburg spielte in einer 4-0-2-Deckung. Das ließ das Spiel der Gastgeber ins Stocken geraten. Trotzdem führte Lok auch kurz vor dem Ende mit zwei Zählern, aber aufgrund von Fehlwürfen und Ballverlusten glich Askania noch zum 32:32 aus.

Der Punktgewinn reichte zwar nicht, um noch auf den vierten Platz zu klettern, dennoch ist der fünfte ein super Ergebnis, "nachdem wir in den vergangenen Jahren immer Letzter wurden und trotzdem nicht abgestiegen waren". Es geht also in die nächste Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga. Nach dieser erfolgreichen Serie wachsen natürlich die Begehrlichkeiten. "Wir müssen abwarten, was passiert", relativierte Melanie Krause.

Lok Schönebeck: Suchan, Vierkus, Thiel - Schedlo (7), Goldgraebe (6), Koeck (6), Wolf (5), Kalwatz (5), Stagge (2), Bauer (1), N. Krause, Braun, Sauer, Moschner

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