Calbe l Intensive Zeit für die Nachwuchs-Handballer der TSG Calbe: Bis zur Weihnachtspause haben alle zehn Teams ein umfangreiches Programm vor sich. Nun gilt es, an den Zielen zu arbeiten. Nur wenigen Handballvereinen in Sachsen-Anhalt gelingt es noch, alle Altersklassen mit Mannschaften zu besetzen. Die TSG hat das dank ihrer intensiven Nachwuchsarbeit in dieser Saison wieder einmal geschafft. Die Ergebnisse der ersten Spiele fielen trotz der großen Motivation durchwachsen aus. „Es wird für viele Teams ein Lehrjahr“, prophezeite Abteilungsleiter Gunnar Lehmann. So wechselten insbesondere im männlichen Bereich viele Mannschaften in die nächste Altersklasse, stehen dort teils erfahreneren und körperlich überlegeneren Spielern gegenüber. Und auch wenn die TSG in der vergangenen Zeit vom Erfolg ihrer Teams eher verwöhnt war, gab es bereits in der Vergangenheit immer auch Jahre des Umbruchs, in denen sich Teams neu finden und Erfolge wieder einstellen mussten.

Spieler für Seniorenbereich ausbilden

„Unser Ziel ist es, die Spieler für den Erwachsenenbereich auszubilden“, zieht Lehmann den Blick auf das große Ganze und würdigt die wichtige Rolle der Übungsleiter in der Abteilung. Besonders stolz ist er darauf, dass es in dieser Saison gleich vier neue Gesichter an der Linie gibt. Er verspricht: „Wir wollen uns zukünftig regelmäßiger miteinander austauschen und arbeiten gerade daran, ein einheitliches Konzept für den Nachwuchs zu erarbeiten.“ Altersgerecht soll von den Minis bis zur A-Jugend trainiert werden, ab der C-Jugend leistungsorientiert. „Ich denke, dass wir damit für die Zukunft gewappnet sind und auch weiterhin im Land vorn mitspielen werden.“ Vier Teams treten in dieser Saison in der Sachsen-Anhalt-Liga an. Die männliche A-Jugend (6.) gewann von drei Spielen eines und steht vor weiteren Herausforderungen. Mit Oebisfelde gastiert am Sonnabend der aktuelle Zweite in der Saalestadt, es folgen schwer einschätzbare Gegner wie der HSV Magdeburg und Wernigerode.

Frühzeitig in die Rückrunde

Unglücklich verlief der Start für die weibliche B-Jugend. Alle vier Begegnungen wurden teils deutlich verloren. Am 29. Oktober startet das Team in die Rückrunde. Noch nicht absehbar ist, ob es der weiblichen A-Jugend gelingt, den Kurs, der klar „Titelverteidigung“ heißt, zu halten. Der Auftakt gegen Weißenfels ist geglückt und die nächsten Partien gegen Halberstadt und Oschersleben scheinen machbar. Dennoch sind die Spielerinnen, die zum Großteil regelmäßig die Frauenmannschaft unterstützen, gewarnt, denn die Belastung wird hoch. Die männliche C-Jugend hat es in ihrer Staffel vor allem mit körperlich überlegenen Gegnern zu tun. Den Jungen um Trainerin Heike Falke ist es dank ihrer Schnelligkeit und der guten Übersicht bisher dennoch gelungen, in den vier Spielen drei Punkte zu sammeln. Dennoch hadert der Bezirksmeister des Vorjahres ein wenig am Erfolg, sodass die kommenden Partien gegen Wolfen und den HC Burgenland vor allem für das Selbstvertrauen enorm wichtig werden dürften.

Durchwachsen in den Bezirksligen

In den Bezirksligen fällt das Resümee ähnlich durchwachsen aus, wobei die männliche B-Jugend mit drei Siegen herausragt. Erfreulich sind der aktuell zweite Platz der weiblichen C-Jugend und das ausgeglichene Punktekonto der weiblichen D-Jugend. Die drei weiteren Teams mussten zum Saisonstart mehrere bittere Pillen schlucken. Dennoch zeigt die Formkurve nach oben. „Es waren schon erste Spielzüge erkennbar“, bemerkte zum Beispiel Ines Wagner (männliche E-Jugend). Auch Sophia Rust (weibliche E-Jugend) und Antje Uhlmann (männliche D-Jugend) sehen, dass ihre Schützlinge das Trainierte immer besser umsetzen.