Westeregeln (chj) l Alle handballinteressierten Augen dürften morgen auf Westeregeln gerichtet sein. Wacker empfängt um 16 Uhr den bislang verlustpunktfreien Spitzenreiter der Verbandsliga Eintracht Gommern.

Der SVW gab bislang lediglich drei Zähler ab. Gommern marschiert voran, Westeregeln ist dicht auf den Fersen, ist unangefochten Rangzweiter. Selten war das Wort "Spitzenspiel" treffender.

Doch Matthias Zeidler, Trainer der Gastgeber, dämpft die Erwartungen. "Gommern ist klarer Favorit und hat alle Spiele, auch auswärts, souverän gewonnen." Die Gründe dafür sieht er vor allem in der Personalpolitik der Gäste: "Auf Grund der Verstärkungen, die sie vor der Saison geholt haben, ist das aber nicht überraschend." Fünf Neuzugänge, teilweise aus höheren Spielklassen, verstärkten den Tabellenführer.

Wacker ist gewarnt, kennt aber die eigenen Stärken. "Wir sind Außenseiter. Aber trotzdem können wir an guten Tagen jeden schlagen - erst Recht zu Hause. Aber an schlechten Tagen kann man auch gegen jeden verlieren. Wir freuen uns auf das Spiel und werden versuchen, zu gewinnen. Aber der Druck ist nicht auf unserer Seite", erklärt Zeidler, der diesen den Gästen auferlegt: "Bei dem Kader sind sie quasi verpflichtet, Erster zu werden."

Eine Vorentscheidung um den Meistertitel interessiert Zeidler nicht. "Für uns ist Platz eins nicht von Bedeutung. Das ist und war nie unser Ziel. Wir spielen bisher eine gute Saison und freuen uns über jeden Sieg." Er warnt vor Überheblichkeit: "Man darf nicht vergessen, dass wir vor einem Jahr mit fünf Punkten Vorletzter waren - und das mit fast der selben Mannschaft. Wir haben uns als Team durch hartes Training und taktische Anpassungen verbessert. Das ist ein Verdienst von Yves Grafenhorst, der das Ganze in jedem Training übermittelt hat", lobt Zeidler seinen Trainerkollegen.

"Wir sind ja schon seit mehreren Spielen Spitzenreiter und haben die Favoritenrolle auch nicht das erste Mal inne, aber dieses Spiel ist eines wie jedes andere auch. Wir sind für jedes Match hochmotiviert und so gehen wir auch in diese Begegnung", erklärte Gommerns Trainer Dirk Heinrichs.