Wolfen (chj) l Der HV Rot-Weiss Staßfurt II unterlag der HSG Wolfen in der Sachsen-Anhalt-Liga mit 31:33 (18:16). Die Handballer von Neu-Trainer Mario Kutzer bestimmten das Geschehen über 45 Minuten, verloren dann jedoch die Nerven.

"Die erste Halbzeit war fast wie Zaubern", lobte Kutzer. "Unser Zusammenspiel und die Deckung funktionierten super." So gingen die Rot-Weissen verdient mit der Führung in die Pause.

Weitere 15 Minuten deutete alles auf einen Auswärtserfolg hin. Doch dann eroberte Wolfen die Führung und gab diese nicht mehr ab. Der Rückstand schockte die Kutzer-Sieben. "Die Nerven lagen plötzlich Blank." Bestes Beispiel: Andreas Stein forderte vom Schiedsrichtergespann eine Zeitstrafe für seinen Gegenspieler, kassierte dafür selbst eine, meckerte weiter und kassierte eine weitere - seine dritte. Auch Martin Dittmer sah den Roten Karton nach drei Zeitstrafen. "Das brachte weitere Unruhe", haderte Kutzer.

Von 33 Angriffen im zweiten Durchgang saßen lediglich 13. Die Offensive wurde kopflos. "Aus unserem schnellen Spiel wurde erneut Hektik", ärgerte sich der Trainer. "Wir kamen mit dem Rückstand nicht klar, die Konzentration war weg. Das war eine ärgerliche Niederlage in einem klasse Spiel."

HV Staßfurt II: A. Jesse - Engelhardt (1), Stein (6), Berger (3), T. Jesse (9/5), Sell, Loose (5/1), Dittmer (1), Panzer, Spadt (3), Gödde (3), Ilgenstein

Siebenmeter: HSG 6/7 - HVS II 6/6; Zeitstrafen: HSG 8 - HVS II 8; Rot: Martin Dittmer (3x2 Minuten, 47. Minute), Andreas Stein (3x2 Minuten, 53. Minute, beide HV Staßfurt II)