Die Fußballer des SV 09 Staßfurt schlossen die Hinrunde der Landesklasse mit 21 Punkten auf dem achten Rang ab. Zu wenig, wenn es nach Co-Trainer Axel Quednow geht. "Insgesamt sind wir mit dem Verlauf nicht zufrieden", hadert er angesichts vieler aussichtsreicher Partien, die am Ende keinen Dreier einbrachten.

Staßfurt l "Wir haben es zu oft nicht geschafft, spielerisch das umzusetzen, was wir eigentlich können", erinnert sich Quednow. Dabei begann die Saison mit einem Kantersieg beim Oscherslebener SC II. 6:2 stand es am Ende für den SV 09. "Wir waren froh, den Auftakt beim Aufsteiger gemeistert zu haben. Der gute Start war wichtig." Dieser Sieg sollte jedoch der einzige in der Fremde bleiben.

Gleich am 2. Spieltag stand das Derby gegen die ZLG Atzendorf auf dem Programm. Einen Sieger gab es nicht, beide trennten sich mit 2:2. "Wir haben es verpasst, den Sack zuzumachen", weiß Quednow. Die mangelnde Chancenverwetung machte einem Heim-erfolg einen Strich durch die Rechnung - ein Schicksal, das den Staßfurtern des Öfteren zum Verhängnis wurde.

Drei Punkteteilungen gab es auf heimischem Rasen, beim ZLG-Derby, gegen Schwarz-Gelb Bernburg und gegen Hötensleben. "Die Spiele hätten wir eigentlich siegreich gestalten müssen." Sowohl die Bernburg- als auch die Hötensleben-Partie wecken bei Staßfurts Co-Trainer seltsame Erinnerungen. Gegen die Schwarz-Gelben holte der SV 09 einen 0:2-Rückstand auf. Doch die Aufholjagd wurde von der Verletzung von Bernburgs Marcus Hechler überschattet. Nach einem Pressschlag brach er sich das Schienbein, lag mitten auf dem Feld, bis ihn ein Rettungswagen abholte. "Das Ergebnis wurde da nebensächlich, wenn man so eine Verletzung mit ansehen muss", so Quednow. "Aber er versprach uns, beim Rückspiel wieder dabei zu sein, zumindest als Zuschauer."

Auch das 3:3 gegen Hötensleben am 11. Spieltag blieb seltsam in Erinnerung. Beide Teams kassierten jeweils sieben Karten, am Ende standen sich nur noch neun Akteure gegenüber. "Die Schiedsrichter waren nicht mehr Herr der Lage. Aber es ist auch nicht einfach, 22 Gemüter zu beruhigen", weiß Quednow. Dennoch zog der SV 09 seine Lehren aus der Partie. "Wir müssen uns cooler präsentieren und dürfen nicht auf solche Mätzchen reinfallen, uns lieber auf die eigene Leistung konzentrieren."

Nach einigen Spielen ohne Konstanz fingen sich die Staßfurter zum Ende der Hinrunde wieder. Mit einem Punkt beim Tabellenzweiten, TV Askania Bernburg II, und einem 4:0-Kantersieg gegen Osterwieck ließen sie das vergangene Sportjahr versöhnlich ausklingen. "Das war zuletzt sehr anständig. Daran sieht man, dass die Mannschaft gelernt hat. Denn wir befinden uns noch immer in einer Findungsphase."

Einen Grund für die fehlende Konstanz sieht der Staßfurter Co-Trainer in den zahlreichen Ausfällen, die immer wieder zu Umstellungen führten. "Wir hatten oft mit Verletzungspech zu kämpfen. Das warf uns oft zurück." In Hadmersleben verletzte sich beispielsweise Schlussmann Philipp Beier nach einem Zusammenprall. "Er zog sich eine Gesichtsverletzung zu, die operativ behandelt werden musste", erinnert sich Quednow. "Ein Torwart hat natürlich eine Schlüsselposition. Doch er biss die Zähne zusammen und lief bereits in Bernburg wieder auf."

Auch Danny Reuscher fehlte den Staßfurtern lange verletzungsbedingt. Reuscher ist eine Offensivkraft, auf die der SV 09 in der Rückrunde baut. Zur Rückrunde hofft Axel Quednow vor allem darauf, vom Verletzungspech veschont zu bleiben. "Das heizt dann auch den Konkurrenzkampf an und holt so die letzten Prozente aus allen Spielern heraus."

Für die Rückrunde sind die Bodestädter optimistisch. Vor allem die Auswärtsspiele waren lehrreich. "Wir wissen nun, was uns zuhause erwartet und können uns darauf einstellen. Die gesamte Mannschaft ist hoch motiviert und heiß auf den Rückrundenstart."