Staßfurt (chj) l "Wir werden heiß sein und die Gegner sind es auch! In diesem Spiel brannte schon immer der Baum", freut sich Uwe Mäuer, Trainer des HV Rot-Weiss Staßfurt vor dem Derby der Mitteldeutschen Handball-Oberliga gegen den Tabellenersten HG Köthen. Die Partie beginnt heute Abend um 19.30 Uhr.

"Die Stimmung ist wieder besser nach dem letzten Sieg in Freiberg", erklärt Mäuer. Seine Sieben setzte sich bei den eigentlichen Favoriten durch. Die Leistung der Rot-Weissen war nicht die beste. Doch daraus schließt der Staßfurter Trainer etwas Positives. "Wir können auch gewinnen, wenn es mal nicht hundertprozentig läuft."

Die Gegner aus Köthen hingegen reisen mit einer knappen 31:32-Niederlage gegen Burgenland in die Paul-Merkewitz-Halle. Die Vorzeichen des Derbys stehen also gut.

Im Hinspiel ging es eng zu. Am Ende setzte sich die HGK jedoch mit einem Tor Vorsprung durch (27:26). "Wir wissen genau, wie die Köthener spielen. Sie wissen aber auch, wie wir spielen", so Mäuer. Es verspricht also, ein spannendes Duell zu werden. "Wir haben unser Konzept für den Beginn festgelegt." Taktische Änderungen werden situativ vorgenommen. "Wer im Angriff weniger Fehler macht, der wird gewinnen."

Fehler im Angriff - davor warnt der Coach. "Köthen ist eiskalt. Sie bestrafen Fehlpässe und -würfe sofort." Daher mahnt Mäuer mehr denn je zur Konzentration. "Wir müssen den Ball geduldig laufen lassen und unsere Chancen konsequent nutzen. Hinten müssen wir dicht zusammenrücken."

Auch wenn der HVS zuletzt in Freiberg gewann, darf er nicht mit einer solch hohen Fehlerquote auftreten. "Die Gründe dafür waren mir unerklärlich", ärgert sich Mäuer. Neben einem möglichst fehlerfreien Spiel baut er auch auf seine Torhüter Patrick Tuchen und Sebastian Schliwa. "Sie müssen einen guten Tag erwischen."

"Wir wollen und brauchen zwei Punkte." Dabei sei es in erster Linie nicht wichtig, auf welchem Rang der Gegner steht. "So gehen wir stets an jede Partie heran", erklärt der Staßfurter Coach. Die Punkte wären wichtig. "Das Mittelfeld der Tabelle ist sehr eng zusammengerückt. Mit vier Punkten mehr ist man oben dran, mit vier weniger steht man unten drin."

An der Stimmung in der Merkewitz-Halle sollte es nicht liegen. "Es wird sehr laut und sehr voll", spekuliert der Trainer der Rot-Weissen. "Auch die Fans sind im Derby noch eine Spur heißer und wollen sich und uns begeistern." Auch wenn eine brennende Atmos-phäre das Derby begleiten wird, hofft Mäuer, dass seine Schützlinge davon nicht allzu viel mitbekommen. "Das darf uns nichts angehen. Wir müssen hoch konzentriert auf der Platte stehen."

Ein Einsatz von Nilas Praest ist noch fraglich. Nach wie vor quält ihn eine Verletzung.