Güsen (kam/chj) l Die weite Reise hatte sich für den SV Wacker Westeregeln gelohnt, dieser setzte sich beim Spitzenduell der Handball-Verbandsliga gegen den Güsener HC souverän mit 36:24 (17:13) durch.

Die Gäste starteten nach Maß, gingen mit 4:1 in Führung. "Dann vergaben wir einige freie Würfe, was Güsen natürlich nutzte", so Markus Grau, der das Trainergespann um Yves Grafenhorst (krank) und Matthias Zeidler (Urlaub) vertrat.

Die Gastgeber übernahmen in der Folge die Führung, die jedoch postwendend wieder abgegeben wurde. Torgarant Clemens Grafenhorst drehte auf, netzte vierfach ein. "Mit einer noch größeren Angriffsdisziplin wäre zur Halbzeit eine höhere Führung drin gewesen", resümierte Grau, nachdem sein Team mit einem Polster von vier Toren in die Kabine ging.

Nach der Pause ging es für Wacker weiter effektiv nach vorn. Güsens Kevin Haßbargen musste wegen eines Fouls an Deutscher mit Rot von der Platte, jedoch vergaßen die Zeitnehmer das trotzdem erzielte und gegebene Tor vom Mittelmann aufzuschreiben. Wacker ließ sich davon nicht beirren, hielt das Tempo hoch, ließ hinten nichts anbrennen und kontrollierte die Partie. So war auch Endergebnis in der Höhe verdient.

"Trotz unserer geschmälerten Bank haben wir am Ende einen souveränen Sieg mit Heim nehmen können. Magnus Rohde, der sonst in der Reserve aufläuft, fügte sich super ein. Das Spiel war geprägt von intensiver Abwehrarbeit, da uns Güsen körperlich überlegen war. Wir wollten mit schnellen Gegenstößen punkten und Güsens große Akteure in Bewegung bringen, damit sie Fehler machen - was uns gut gelang. Besonders hervorzuheben sind Robin Salm mit einer Glanzleistung im Kasten und Clemens mit seinen insgesamt 19 Treffern. Ein besonderer Dank gilt den Fans, die den weiten Weg auf sich nahmen und uns lautstark unterstützt haben", erklärte Grau.

Wacker Westeregeln: Salm, Pierschalla - Deutscher (4), Grafenhorst (19/5), Klockmann (2), Thamm (5), Gorges (1), Rothe (1), Jakobi (3), Feldheim (1), Rohde

Siebenmeter: Güsen 3/3 - Wacker 5/5; Zeitstrafen: Güsen 8 - Wacker 0; Rot: Kevin Haßbargen (40.), Chris Hoffmann (58., beide 3x2 Minuten, beide Güsen)