Staßfurt (chj) l Den Handballern des HV Rot-Weiss Staßfurt II ist in der Sachsen-Anhalt-Liga eine kleine Sensation gelungen. Sie setzten sich mit 30:22 (12:8) gegen den Tabellendritten, BSV 93 Magdeburg, durch und sammelten so zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Es war von Beginn an eine harte Partie. Es vergingen nicht viele Minuten, in denen kein Pfiff ertönte. "Der BSV ist für sein hartes Spiel bekannt. Da mussten wir gegenhalten, um nicht unterzugehen", erklärte Staßfurts Coach Mario Kutzer. In der Vergangenheit ließen sich die Rot-Weissen oft von giftiger Stimmung anstecken. "Diesmal wollten wir ruhig bleiben. Das hat auch gut funktioniert." Ein erster Erfolg des neuen Trainers?

Zum kämpferischen Einsatz der Hausherren, die stets den eisernen Willen zum Sieg zeigten, kam ein starker Rückhalt durch Schlussmann Andreas Jesse. "Er war spitze und hatte einen großen Anteil am Sieg", lobte ihn Kutzer.

Begünstigt durch eine Verletzung von Magdeburgs Robert Reiske, verschafften sich die Hausherren deutliche Vorteile. "Reiske ist einer der Magdeburger Shooter. Ohne ihn wurden sie kopflos." Staßfurt nutzte dies und ging mit der 12:8-Führung in die Pause.

Der zweite Durchgang begann sogar noch besser. Innerhalb von fünf Minuten traf der HVS II fünffach, der BSV gar nicht. Mit diesem Polster konnte die Kutzer-Sieben dann auch eine Schwächephase kompensieren und am Ende deutlich gewinnen.

"Das war ein starkes Deckungsspiel von uns. Wir haben viel abgefangen", lobte der Staßfurter Trainer. "Die komplette Leistung stimmte." Voreilige Euphorie ist jedoch verfrüht, noch sind es fünf Punkte zum rettenden Ufer. "Aber wir haben gesehen, dass es geht."

HV Staßfurt II: J. Stein, A. Jesse - Engelhardt, A. Stein (3), Berger (1), T. Jesse (4/3), Korin, Gödde (3), Nitsch (3), Loose (5). Bönecke, Dittmar (9), Panzer (2)

Siebenmeter: HVS II 3/3- BSV 3/11; Zeitstrafen: HVS II 9 - BSV 9; Rot: Florian Kamm (3x2 Minuten, 38., BSV), Karsten Berger (50., HVS II), Christian Gödde (3x2 Minuten, 55., HVS II)