Die Bezirksliga-Handballerinnen des SV Wacker Westeregeln traten personell dezimiert beim HT Halberstadt an. Trotz einer beherzten Leistung mussten sie sich den Gastgeberinnen jedoch am Ende mit 14:24 (7:10) geschlagen geben.

Halberstadt (bho/chj) l Krankheits- und arbeitsbedingt fehlten bei Wacker mit Johanna Lässing, Janine Hoppe und Lisa-Marie Wilzer erneut drei Spielerinnen. Sarah Palme saß mit einer leichten Zerrung zwar auf der Bank, wurde jedoch geschont. Westeregeln ging trotzdem sehr selbstbewusst in die Partie.

Nach anderthalb Minuten wurden sie mit der 1:0-Führung durch Anja Jakobi belohnt. Zuvor hatte Rebecca Ebeling ihren ersten von insgesamt drei Strafwürfen parieren können. Den ersten Aufreger in der Partie gab es, als Jessica Neum nach genau dreieinhalb Minuten mit Rot von der Platte geschickt wurde. Eine recht harte Entscheidung des Schiedsrichtergespanns - doch diese glaubten, ein überhartes Foul von Neum gesehen zu haben, dass ihre Gegnerin im Konter stoppte.

Trotz dieses herben Rückschlags ließen sich die Gäste nicht entmutigen und kämpfte weiter mit Leidenschaft. Den ersten Gegentreffer zum 1:1 kassierten sie erst nach fünfeinhalb Minuten. Auch den Führungstreffer der Gastgeberinnen steckte Wacker weg und ging durch Bettina Witzke (9.) und Jakobi (11.) erneut in Führung (3:2).

Der SVW zeigte vor allem in der Abwehr eine starke Leistung, wo sich insbesondere Schlussfrau Ebeling mehrfach mit gelungenen Paraden auszeichnete. Mitte der ersten Hälfte war die Partie beim Stand von 4:4 völlig ausgeglichen. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs machte sich die volle Auswechselbank bei den Gastgeberinnen bemerkbar, die sich zur Pause zum 11:7 absetzen konnten.

Auch den mitgereisten Westeregelner Fans war klar, dass es nach der Pause nicht einfacher für ihre Sieben werden würde. Denn nach der körperlich intensiv geführten ersten Hälfte, musste sich das Wacker-Team nun die Kräfte gut einteilen, um konditionell nicht einzubrechen.

Erschwerend kam hinzu, dass die Gäste während der gesamten Partie 14 Minuten in Unterzahl spielten und Anja Jakobi und später Nancy Hajostek mit jeweils zwei Zeitstrafen belastet waren, somit in der Abwehr nicht mehr alles riskieren durften.

Bis zum 8:13 durch Tina Rettig in der 37. Minute gestaltete Wacker das Spiel relativ offen, doch innerhalb von zehn Minuten zogen die Halberstädterinnen vorentscheidend zum 20:10 davon.

Der Westeregelner Kampfgeist war jedoch auch trotz des deutlichen Rückstands ungebrochen. Ein Beleg dafür waren die letzten sechs Minuten, in denen Wacker keinen weiteren Gegentreffer zuließ. Nadine Schauer parierte dafür zwei Siebenmeter - insgesamt wurden damit fünf Strafwürfe abgewehrt. Doch Christin Schuster und Tina Rettig konnten nur noch zum 14:24-Endstand verkürzen.

SV Wacker Westeregeln: Ebeling, Schauer - Schuster (1), Rettig (3), Palme, Jakobi (3), Neum, Witzke (5/2), Hajostek, Thiele (2/1), Oppermann Siebenmeter: Halberstadt 1/6 - Westeregeln 3/4; Zeitstrafen: Halberstadt 1 - Westeregeln 6; Rot: Jessica Neum (4. Minute, Foulspiel, Westeregeln)

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