In der Handball-Verbandsliga unterlag der Glinder HV "Eintracht" dem Tabellenzweiten SV Wacker Westeregeln mit 19:31 (11:15). Die Partie war vor allem in der ersten Halbzeit vom Kampf geprägt. Auf Seiten des GHV gab es zwei Verletzte.

Glinde l Glinde-Trainer Tristan Staat schüttelte ein ums andere Mal an der Seitenlinie den Kopf. Zum einen über die schlechter werdende Torausbeute seiner Schützlinge, zum anderen über die Entscheidungen der Unparteiischen. Nach der Partie sagte er allerdings: "An den Schiedsrichtern lag es nicht allein. Wir haben uns auch zu viele Fehler geleistet."

Dabei begann der GHV stark. In den ersten zehn Minuten war von der Tabellensituation beider Mannschaft nichts zu sehen. Glinde markierte den ersten Treffer, Wacker glich aus, der GHV legte aber sofort nach. So blieb es bis zum Stand von 4:4 eng, dann setzten sich die Gastgeber zunächst mit zwei Toren (6:4) und schließlich mit drei Toren (7:4) ab. Wacker schien ein wenig überrascht von dem druckvollen, schnellen Angriffsspiel der Glinder. Westeregeln versuchte, den Rückstand aufzuholen. Die Würfe verfehlten jedoch den Kasten von Sebastian Weiss. Der Keeper zeigte zudem eine starke Leistung und parierte die gefährlichen Bälle von Wackers Clemens Grafenhorst und Jimmy Klockmann. "Wir haben uns am Anfang schwer getan", schätzte auch Wacker-Coach Matthias Zeidler ein.

Nach den ersten zehn Minuten wendeten die Gäste aber das Blatt. Zunächst glichen die zum 9:9 aus, setzten sich dann über die Stationen 10:9, 11:10, 12:10 und 14:11 bis zum Halbzeitstand von 15:11 kontinuierlich ab. Glinde produzierte Fehler, der Angriff wurde zu hektisch, Chancen wurden vergeben. Zudem unterbrachen die Unparteiischen immer wieder das Geschehen. Die gefällten Entscheidungen riefen auf beiden Seiten ersten Unmut hervor.

In Hälfte zwei bestimmte der Tabellenzweite dann immer mehr das Geschehen. Glinde baute vor allem in der Defensive ab. Dem SVW gelang es, über kurze Passwege den Ball im Kasten der Gastegeber unterzubringen. Wackers Abwehr legte eine Schippe drauf. Die abgefangenen Bälle wurden in Kontertore umgemünzt.

Verzweiflung machte sich beim GHV breit. Es lief nichts mehr zusammen. Hinzu kamen schließlich noch zwei Ausfälle. Zuerst musste Max Kreyenberg mit einer Verletzung am Fuß von der Platte, dann zog sich Michael Kreyenberg eine Verletzung an der Schulter zu. Zwei Minuten vor dem Schlusspfiff bekam Sascha Timplan seine dritte Zeitstrafe und sah die Rote Karte.

In Unterzahl versuchte Glinde, den Schaden so gut es ging zu begrenzen, am Ende stand jedoch ein deutliches 19:31 zu Buche. "Wacker ist keine Übermannschaft, wir haben einfach zu viele Fehler produziert", brachte es Tristan Staat auf den Punkt.

Matthias Zeidler war dagegen zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Wir haben verdient gewonnen. Glinde hat mit offener Manndeckung agiert, darauf hatten wir uns im Training eingestellt."

Glinde: Weiss, Storch - Bauer (1), Max Kreyenberg (3), Bierhals, Gieraths (2), Blumenthal, Prokop (1), Kokaczeck (1), Recker (1), Martin Kreyenberg, Michael Kreyenberg (4/1), Timplan (5/4)

Westeregeln: Salm, Pierschalla - Grafenhorst (13/8), Rothe, Deutscher (1), Jakobi (2), Gorge (4), Liebscher (1), Mack (3) Klockmann (5), Thamm (2/2)

Siebemeter: Glinde 6/5 - Westeregeln 8/5; Zeitstrafen: Glinde 5 - Westeregeln 4; Rot: Sascha Timplan (3x2 Minuten, 58:55, Glinde)