Berlin (nrc) l Die Handballerinnen des HC Salzland 06 hatten wirklich allen Grund zum Jubeln. In der Rückrunden-Partie der 3. Liga siegten sie gegen Berliner TSC mit 26:18 (10:8). Trainer Nils Lässing sagte nach der Partie sogar scherzhaft: "Eigentlich ärgert mich das Hinspiel nun noch mehr, weil wir gesehen haben, was mit der richtigen Einstellung alles möglich ist."

Vor allem der Einsatz zeichnete die Salzländerinnen aus. "Die kämpferische Leistung der gesamten Mannschaft war vorbildlich", lobte Lässing seine Schützlinge. Die Partie lebte auch vom Kampf. "Die Mädels haben aber auch die körperbetonte Auseinandersetzung gesucht", erklärte der Coach. Nachteil dieser vielen Duelle waren allerdings die vielen Zeitstrafen. Sechsmal spielte der HCS in Unterzahl. Drei davon kassierte Christiane Retting, die dafür mit Rot von der Platte musste.

Dies dürfte jedoch das Einzige gewesen sein, das Lässig negativ aufgestieß. Sonst präsentierten sich die Salzländerinnen wie ausgwechselt im Vergleich zur letzten Partie gegen Rostock. Kristin Schüler markierte den ersten Treffer. Berlin glich durch Patricia Sobania postwendend aus und setzte sich zunächst mit drei Toren Vorsprung ab. Doch der HCS hielt den Kopf oben und glich durch einen Siebenmeter von Caroline Rosiak aus. Das ganze Team nahm den Schwung mit und ging nun seinerseits über die Stationen 6:5, 9:7 und 10:8 mit zwei Toren in Führung. Bis zur Halbzeit blieb es bei diesem Vorsprung.

In der zweiten Hälfte erhöhten die Salzländerinnen sogar auf fünf Tore. Grund dafür waren drei Treffer der Gäste hintereinander durch Maria Häußler (12:9), Thea Schwarz (13:9) und Paula Farken (14:9). Berlin kämpfte sich jedoch wieder auf zwei Treffer Unterschied heran (12:14).

Doch dann ging den Gastgebern die Luft aus. "Wir haben Berlin einfach müde gespielt", sagte Lässing. Der schwächelnde Angriff der Berlinerinnen hatte es nun denkbar schwer gegen die Trumpfkarte des HCS: die Defensive. "Bis auf ein oder zwei schwache Situationen haben die Mädels das wirklich sehr gut gelöst. Der Beweis ist, dass wir nur acht weitere Gegentreffer kassiert haben."

HCS: Lorf, Klauß - Schwarz (3), Rosiak (1/1), Retting (1), Geipel, Farken (4), Sachse (5), Göpel (5), Sacher , Häußler (6), Böhm, Schüler (1)

TSC Berlin: Meyer, Sibbersen - Fritsche (1), Schiprowski, Priolli(5/2), Zarse (3), Jähnke (2), Mrozinski (1), Sobania (1), Wenzel (5), Pavlidis, Roscher, Matthée, Hoth

Siebenmeter: HSC 1 - Berlin 2/3, Zeitstrafe: HCS 3 - Berlin 6, Rot: Christiane Retting (3x2 Minuten, 58:49) -HC Salzland-