"Gerade bei solchen Derbyspielen kann immer viel passieren", so Matthias Zeidler im Vorfeld zum Handball-Verbandsliga-Spiel des SV Wacker Westeregeln gegen den LSV Klein Oschersleben. Doch am Ende brachten seine Schützlinge den erwarteten Sieg souverän mit 29:22 (13:8) nach Hause.

Westeregeln (kmü/nrc) l Der erste Treffer der Partie ließ fast zwei Minuten auf sich warten, erst dann netzte Wackers Torgarant Clemens Grafenhorst zum 1:0 für den Gastgeber ein. Auf Seiten des LSV punktete Florian Becker zum Ausgleich, er wurde jedoch direkt durch den Doppelpack von Grafenhorst wieder gebremst (3:1, 6.) Doch auch er war nicht unfehlbar, scheiterte in der 14. Minute am LSV-Tormann Matthias Engelhart. Doch auch Wackers Schlussmann hielt im direkten Anschluss den Strafwurf von Lars Dedecke fest im Griff (6:4, 17.)

Wacker tat sich im Angriff nun ein wenig schwer, die Gäste konnten aufholen, sodass Coach Matthias Zeidler die Auszeit nahm (7:6, 19.). Die kurze Einschwörung zeigte Wirkung. Kreismann Christian Jakobi, Steven Mack und Rechtsaußen Christopher Gorges punkteten viermal, ehe nun der LSV den grünen Karton zog (11:6, 25.). Bis zum Pausenpiff verlief das Spiel ausgeglichen, auf beiden Seiten wurde eingenetzt, jedoch konnte Westeregeln seinen Vorsprung von fünf Treffern mit in die Kabinen nehmen.

Die zweite Hälfte begann mit einem Tor von Oscherslebens Lars Dedecke. Wacker legte aber direkt mit Teffern von Mittelmann Tobias Deutscher und Steven Mack nach (15:9, 33.). Beide Teams lieferten sich nun einen Schlagabtausch, netzten abwechselnd ein. Doch der LSV konnte den Abstand zu Westeregeln nicht wirklich reduzieren. Beim Stand von 15:22 zog Trainer Sebastian Haften die Auszeit (44.). Jedoch betrieben seine Mannen im Anschluss nur noch Ergebniskosmetik. Wackers Nesthäkchen Jimmy Klockmann traf zum 25:18 in Unterzahl (53.) und Clemens Grafenhorst erzielte beim 27:19 in der 55. Minute sein 200. Saisontor, was er sich vor dem Spiel bereits vorgenommen hatte und schmunzelnd seinem Trainer erzählte. Am Ende ging Wacker als der gehandelte Favorit vom Platz und sammelte erneut zwei Punkte für das Saisonkonto.

"Es war das erwartete harte Spiel. Am Anfang taten wir uns schwer im Angriff, wobei die Deckung und die Torhüter bei nur acht Gegentreffern eine Spitzenleistung vollbrachten. In der zweiten Hälfte agierte der Angriff dann konzentrierter, wobei wir insgesamt immer noch zu viele Geschenke verteilt haben. Trotz der vielen Roten Karten war das Spiel nicht unfair, der Sieg aber nie wirklich in Gefahr. Jedoch ist eine Steigerung in der nächsten Woche nötig", so Trainer Matthias Zeidler.

Wacker: Salm, Pierschalla - Deutscher (7/2), Grafenhorst (9), Thamm, Gorges (4), Mack (3), Rothe, Jakobi (2/1), Klockmann (4), Elsner.

LSV: Engelhardt, Witte - Hoffmann (2), Dedecke (7/2), Kernchen, Langenbeck (2), Garnatz (3), Becker (5/1), Mock (1), Ramisch (2), Suttner.

Siebenmeter: Wacker 6/3, LSV 5/3; Zeitstrafen: Wacker 5, Rot: Rothe (37.), Mack (3x2 Minuten, 52.), Glinde; Langenbeck (56.), Thamm (59.), beide LSV

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