Die Handball-Verbands- ligapartie beim BSV Magdeburg II stand von Anfang an unter keinem guten Stern für Wacker Westeregeln. Am Ende stand eine enttäuschende 23:25 (9:12)-Niederlage im Protokoll. Die Grün-Weißen plagten Personalsorgen. So fehlten neben dem Trainergespann Zeidler/Grafenhorst auch noch drei Leistungsträger.

Magdeburg (kam/chj) l Der Trainer der männlichen D-Jugend, Steffen Körtge, sowie der momentan verletzte Markus Grau ersetzten das Westeregelner Trainerduo. Auf dem Feld fehlten Mike Garbaczok, Steffen Laschke und Tormann Andreas Howahl.

Den ersten Treffer erzielten die Magdeburger, bis erst zwei Minuten später Rechtsaußen Christopher Gorges für die Gäste einnetzte. Kurz darauf traf Wackers Torgarant Clemens Grafenhorst doppelt, sorgte so für die erste Führung (3:2, 6.). Der SVW verteidigte seine knappe Führung bis zur 14. Minute. Dann traf Magdeburgs Seidler per Strafwurf gegen Robin Salm zum 6:6-Ausgleich. Wacker erkämpfte sich die Führung durch Grafenhorst und Steven Mack zurück, bis Seidler in der 22. Minute erneut ausglich.

In der Folge brach Wester-egeln ein, vergab Chancen und schlief in der Deckung. Der BSV nutzte die gegnerischen Unsicherheiten, erlangte die Führung zurück und baute einen Zwei-Tore-Vorsprung auf, ehe Wackers Aushilfstrainer die Auszeit nahmen. Doch auch nach der kurzen Teambesprechung gelang den Gästen kein Treffer mehr - jedoch den Landeshauptstädtern, sodass es beim Stand von 12:9 in die Halbzeit ging.

Auch der zweite Durchgang begann bitter für den SVW. Thielecke und Bulgrin vergrößerten den Abstand auf fünf Tore (14:9, 35.). Erst "Nesthäkchen" Jimmy Klockmann konnte Wackers Flaute nach 13 torlosen Minuten beenden. Der SVW kämpfte, konnte jedoch die Gastgeber nicht stoppen und kam somit nur in sehr kleinen Schritten voran.

Erst als Klockmann, Kreismann Andy Rothe und Grafenhorst im Doppel hintereinander trafen, war Westeregeln beim 18:19 wieder in Reichweite. Doch der BSV wollte sich nicht so leicht geschlagen geben und stellte durch Bulgrin und Jander wieder ein kleines Polster her (21:19, 52.).

Wacker drehte nochmal auf, glich sechs Minuten vor Abpfiff zum 21:21 aus. Die Partie war wieder völlig offen. Doch die Gastgeber legten erneut mit zwei Treffern vor, Wacker konnte durch Christian Thamm nachziehen, bevor Magdeburgs Seidler wieder vorlegte (24:22, 57.).

Westeregeln nahm die Auszeit und versuchte nochmals Konzentration aufzubauen, um das Ruder umzureißen. Doch Magdeburgs Aebi machte alle Hoffnung zunichte, traf zum vorentscheidenden 25:22. Auch Klockmanns Treffer zum Endstand änderte nichts mehr an der Niederlage der Gäste.

"Wir haben einfach nicht in die Partie gefunden, konnten unser Spiel nicht umsetzen. Die 25 Gegentore sind in Ordnung, jedoch sind 23 selbst geworfene einfach zu wenig für ein Auswärtsspiel", schätzte Grau ein. Ersazt-Co-Trainer Körtge ergänzte: "Unsere Abwehr war ganz okay, aber die Angriffsleistung hat uns einfach keinen Sieg erlaubt. Die Mannschaft hat ihre Stärken an diesem Tag nicht ausgespielt."

Wacker Westeregeln: Salm, Pierschalla - Deutscher, Grafenhorst (12/6), Klockmann (4), Thamm (2), Mack (3), Gorges (1), Liebscher, Feldheim, Rothe (1)

Siebenmeter: BSV II 6/6 - Wacker 6/7; Zeitstrafen: BSV II 7 - Wacker 5