Wittenberg (chj) l Es hätte ein "Bigpoint" für die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt im Kampf um den Klassenerhalt in der Sachsen-Anhalt-Liga werden können, denn auch die Konkurrenz im Rennen um die Nicht-Abstiegs-Ränge blieb sieglos. Doch die Sieben von Mario Kutzer unterlag beim Tabellenzeiten HBC Wittenberg mit 20:29 (10:14).

Dabei begann die Partie vielversprechend. Nach einer Viertelstunde deutete sich beim Stand von 8:8 noch kein Sieger an, auch in den nächsten fünf Minuten nicht. "Wir waren über eine lange Zeit auf Augenhöhe mit dem HBC", berichtete Kutzer. "Bis dahin funktionierte bei uns noch alles wie gewohnt. Wir waren guter Dinge."

Doch es folgten zehn dürftige Minuten der Staßfurter. Bis zur Halbzeit setzte sich Wittenberg ab, sorgte zur Pause für ein Vier-Tore-Polster. Der Bruch kam wie aus dem Nichts. "Wir haben plötzlich die Tore nicht mehr erzielt, Konter nicht verwertet und selbst hundertprozentige Chancen ausgelassen", haderte der Coach. Aber die Gäste hatten sich noch nicht aufgegeben. "Bei nur vier Toren Unterschied haben wir noch daran geglaubt."

Der zweite Durchgang verlief ähnlich wie der erste. 20 Minuten lang blieb es ausgeglichen, ehe der HVS II erneut einbrach und den HBC davonziehen ließ. "In den letzten Minuten war der Gegner jeweils cleverer", erklärte Kutzer. Mit der Defensive war er zufrieden. "Wir haben mit Manndeckung oder einer 4-2-Deckung gut gegengewirkt." Schuld war die Offensive. "Wir haben von 46 Würfen lediglich 20 getroffen. So konnte es auswärts nichts werden."

Positiv bewertete der Coach jedoch, dass seine Schützlinge trotz einiger Fehlentscheidungen der Schiedsrichter die Ruhe bewahrten - was bisher nicht immer der Fall war.

HV Staßfurt II: J. Stein, A. Jesse - Engelhardt (3), A. Stein (1), T. Jesse (4), Korin (3/1), Gödde (3), Loose (1), Spadt (5), Sell, Panzer, Richter

Siebenmeter: HBC 6/6 - HVS II 1/2; Zeitstrafen: HBC 6 - HVS II 5