Westeregeln (kam/nrc) l Wie zu erwarten gewann der SV Wacker Westeregeln die Handball-Partie gegen das Tabellenschlusslicht der Verbandsliga, SV Oebisfelde II, souverän mit 36:23 (19:15) und bleibt so weiterhin Tabellenführer Eintracht Gommern auf den Fersen.

Das erste Tor ging jedoch an die Gäste, bevor Wackers Rechtsaußen Christopher Gorges das erste und auch sein einziges Tor der Partie für Wacker erzielte (1:1, 2.). Bis zur sechsten Minute waren beide Teams gleichauf, wobei die Gäste jeweils vorlegten und Wacker nachziehen musste. Dann traf Westeregelns Clemens Grafenhorst doppelt und bescherte seiner Mannschaft den ersten Vorsprung (5:3, 7.). Dieser wurde jedoch von Oebisfeldes Schliephake direkt verkürzt und die Führung zurückerobert (6:5, 11.). Grund genug für Wackers Trainergespann Matthias Zeidler und Yves Grafenhorst, die Auszeit zu nehmen.

Jedoch schien diese zunächst auch nicht recht zu fruchten. Westeregeln konnte dank Mittelmann Tobias Deutscher und Kreisspieler Andy Rothe zwar stets ausgleichen, jedoch erst in der 19. Minute nach einem sehenswerten Konter von Deutscher erneut die Führung zurückerobern (12:11). Nun zog Oebisfelde den grünen Karton. Wacker schien ausgeschlafen zu sein und baute seine Führung weiter aus. Linksaußen Steffen Laschke spielte nach seiner Genesung endlich wieder und erzielte beim 14:12 (21.) sein 750. Verbandsligator. Auch Tobias Deutscher feierte anschließend ein kleines Jubiläum, er netzte seinen 75. Saisontreffer für den SVW ein. Bis zur Pause erhöhten Grafenhorst und Jimmy Klockmann den Vorsprung der Gastgeber auf vier Zähler (19:15, 30.).

Nach dem Wiederanfpiff warf Grafenhorst per Konter sein 222. Saisontor, Teamkollege Christian Thamm netzte in Unterzahl zum 22:16 (38.) ein. Oebisfelde versuchte nun, den Anschluss nicht zu verpassen, wurde jedoch meist durch Konterläufe des SVW überrannt. Rothe traf zum 26:20, Steven Mack direkt im Anschluss zum 27:20 per Konter (47.). Beim 21:28 (50.) zog der Trainer der Gäste erneut die Auszeit.

Doch auch diese half nichts, denn nun drehte Wacker erst recht auf. Klockmann, Rothe und der ebenfalls genesene Mike Garbaczok wechselten sich beim Konterlauf ab, Rothe erzielte beim 32:21 sein 199. Verbandsligator (54.). Auch der neu eingewechselte Tormann Andreas Howahl war in Bestform und parierte direkt zwei Strafwürfe. Der Spielausgang stand bereits fest, nur die Ergebnishöhe wurde noch durch Mack, Klockmann und Grafenhorst bestimmt und endete bei 36:23-Toren.

"Die erste Halbzeit war relativ durchwachsen. Wir haben viele einfache Tore zugelassen und es dauerte eine ganze Weile, ehe wir im Spiel waren. In der zweiten Halbzeit stand die Abwehr besser, aber Oebisfelde war auch konditionell am Ende, was uns Chance zum Kontern gab. Jedoch haben wir dies auch nicht wirklich genutzt, zehn völlig freie Bälle einfach verworfen. Das Ergebnis hätte eigentlich höher ausfallen müssen", fasste Matthias Zeidler im Nachhinein zusammen.

SV Wacker: Salm, Howahl - Deutscher (7), Grafenhorst (10/3), Klockmann (3), Mack (5), Gorges (1), Rothe (5), Thamm (2), Laschke (2), Garbaczok (1)

Siebenmeter: Wacker 3/3 - Oebisfelde 5/2; Zeitstrafen: Wacker 1 - Oebisfelde 2