Für Warthe Hakeborn und den Egelner SV Germania geht es in der Fußball-Salzlandliga morgen im großen Derby neben Punkten auch ums Prestige. Die Partie beginnt um 14 Uhr. Auch für den Schönebecker SC II steht ein wichtiges Spiel an. Gegen den SV 08 Baalberge will das Team wichtige Punkte für den Klasenerhalt sammeln.

Salzlandkreis l Trainer Marko Ulbrich hatte in der Winterpause ein intensives Vorbereitungsprogramm angesetzt und seinen Schützlingen "die Brisanz des Abstiegs vermittelt". Nach den ersten beiden Partien der Rückrunde konnten die Schönebecker zwei Punkte einfahren, nun soll ein Dreier in Baalberge gelingen. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften mit einem 5:5 (2:1)-Unentschieden.

Aktuell ist der SSC II das defensiv schwächste Team, doch mit dem 0:0 gegen den BSV und 1:1 bei Wacker Felgeleben präsentierte sich das Team in diesem Element gefestigt. Tiefgreifende Umstellungen hat der Coach dafür allerdings nicht vorgenommen. "Die Jungs wissen einfach, worum es geht", schätzt Ulbrich ein. Da es auch für Baalberge um viel geht, erwartet er, "dass der Gegner kämpfen und hochkonzentriert auftreten wird." Sollte der SSC II gewinnen, könnte er sogar auf einen Nicht-Abstiegsplatz klettern.

Einen besseren Rang würde auch der Mannschaft von Warthe Hakeborn guttun. Mit Platz 14 befindet sich die Elf von Nils Heinemann ebenfalls auf einem Abstiegsplatz. Drei Punkte sind also auch bei Warthe unbedingt notwendig. "Wir wollen zu Hause natürlich gewinnen", erklärt der Coach. Allerdings steckt seinen Spielern noch die Partie gegen den SV Rathmannsdorf in den Knochen, die Hakeborn mit 1:3 verloren hatte. Dass mit Egeln nun ein Gegner kommt, der ebenfalls höher in der Tabelle steht, beeindruckt den Coach nicht unbedingt. "Egeln hat auch Schwächephasen. Wir müssen versuchen, seine Offensive zu kontrollieren. Der Rest hängt von der Tagesform ab."

Größere Vorfreude auf das Derby herrscht dagegen in Egeln. "Alle sind schon heiß", betont Trainer Sören Leßmann. "Und wir wollen natürlich alles tun, um zu gewinnen." Der Gegner ist bekannt, "wir kennen die Stärken und Schwächen. Das gilt allerdings auch umgekehrt", erklärt Leßmann. "Wir dürfen Hakeborn aufgrund der Tabellensituation nicht unterschätzen." Die eigene Platzierung zu verbessern, ist das erklärte Ziel in Egeln. Drei Punkte würden Germania auf Rang neun befördern.

Laut Tabellenkonstellation könnte der FSV Drohndorf-Mehringen wohl am entspanntesten in die nächste Partie gehen. Gegner SV Wolmirsleben ist Siebter, doch FSV-Trainer Sebastian Otte warnt vor zu viel Leichtsinn. "Als Erster hat man den Druck, diesen Platz zu halten. Es ist einfach, nach oben zu kommen. Aber oben zu bleiben, ist sehr schwer", betont Otte.

Ein Sieg wäre auch für die Moral der Mannschaft wichtig, gelang im letzten Spiel gegen den VfB Neugattersleben lediglich ein knapper 3:2-Erfolg. Deshalb zeigt Otte auch vor Wolmirsleben Respekt. "Der SVW ist eine starke Truppe." Eine Mannschaft, die sich zurzeit im Aufwind befindet und mit dem 1:1-Remis bei Eintracht Winningen auf den siebten Tabellenplatz kletterte.