Den Blick zum Boden gerichtet verließen Spieler und Zuschauer des SV Förderstedt den Platz. Dafür war allerdings nicht nur die 1:3 (0:2)-Niederlage gegen TuS Bismark allein verantwortlich.

Förderstedt l In der ersten Halbzeit haderten die Gastgeber vor allem mit der Chancenverwertung. "Wir machen das ganze Spiel, geraten aber mit 0:2 in Rückstand", resümierte schließlich auch Maik Adrian. Der SVF war spritziger, hatte mehr Ballbesitz und kombinierte sich bis zur Grundlinie beziehungsweise zum Strafraum der Gäste gut. Doch das Erfolgserlebnis blieb aus. Und so bestraften die Gäste zwei Unaufmerksamkeiten im Spielaufbau beziehungsweise in der Abwehr eiskalt.

Nach dem Wechsel allerdings haderten der SVF und die Zuschauer vor allem mit Schiedsrichter Björn Uhlig (Quenstedt). Viel zu oft unterbrach er die Partie aufgrund vermeintlicher Fouls, obwohl lediglich die Schultern aneinander geprallt waren oder gar kein Fehlverhalten vorhanden war. So kam auf keiner Seite Spielfluss auf, die Partie war komplett zerfahren und bereitete auch den Zuschauern wenig Freude. Mehrfach forderten sie "das Spiel auch mal laufen zu lassen" - zu recht, aber vergebens.

Und so passte auch der Gegentreffer zum 0:3 ins Förderstedter Bild, als der Ball im Vorwärtsgang mal wieder leichtfertig verloren, Philipp Grempler nicht angegriffen und auch nicht am Abschluss gehindert wurde. Aus etwa 20 Metern holperte der nicht sehr scharf geschossene Ball an Keeper Marco Janich, der den an der Schulter verletzten Maik Binnebößel vertrat, vorbei ins Tor.

Auch der Treffer zum 1:3 durch einen direkt verwandelten Freistoß von Jens Liensdorf sorgte nur sporadisch für neue Energie, die meist in Diskussionen mit dem Unparteiischen verpuffte. Und so musste der eingewechselte Marcus Bolze die Gelb-Rote Karte hinnehmen, weil er nicht aufhören wollte, dem Schiedsrichter seine Sicht der Dinge zu schildern, obwohl er schon mit Gelb verwarnt gewesen war. In Unterzahl gelang dem SVF bis zum Schlusspfiff nichts Zwingendes mehr. "Wir müssen bald mal wieder punkten. Sonst rutschen wir schnell in den Strudel nach unten hinein", warnte Adrian unmittelbar nach der Partie. Die nächste Gelegenheit, die Talfahrt zu stoppen, bietet sich am Sonnabend, wenn das Team beim VfB Ottersleben zu Gast ist.

Bismark reitet indes weiter auf der Erfolgswelle, sehr zur Freude von Trainer Dirk Grempler. "Was das Team Woche für Woche abruft, ist schon bemerkenswert. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben aus einer sicheren Defensive heraus diszipliniert gespielt."

SV Förderstedt: Marko Janich - Liensdorf, Lattorf (57. Bolze), Tappenbeck, Adrian, Marcus Janich, Dübecke (80. Siebert), Strobach, Burdack (46. Stille), Buschke, Herrler

Tore: 0:1 Christoph Grabau (25.), 0:2 Carlo Rämke (33.), 0:3 Philipp Grempler (52.), 1:3 Jens Liensdorf (57.); SR: Björn Uhlig (Quenstedt), ZS: 36