Magdeburg (fna) l Der HV Staßfurt II musste sich mehr als nur einmal ärgern. Der Handball-Sachsen-Anhalt-Ligist vergab durch das 28:28-Remis beim HSV Magdeburg nicht nur eine 15:9-Führung zur Pause, er verpasste es auch, den Rückstand in der Tabelle zur SG Seehausen zu verkürzen, die in Landsberg beim 21:21-Remis ebenfalls nur einen Zähler holte. Zudem fällt Magdeburgs Goalgetter Michael Jahns für das kommende Spiel in Wernigerode aus, so dass der direkte Konkurrent des HVS II eine gute Chance hat, zwei Zähler einzufahren.

Dass Jahns nicht dabei sein wird, lag an den letzten zehn Sekunden im Spiel gegen die Rot-Weissen. Er hielt nach dem Treffer des HSV den Ball derart lange fest, dass die Gäste keinen Angriff mehr abschließen konnten und er eine Rote Karte kassierte, die ein Spiel Sperre bedeutete.

Bis dahin bereitete er den Staßfurtern vor allem in der zweiten Hälfte Probleme. Kevin Engelhardt hatte sich in der Verteidigung gegen ihn aufgerieben, "seine Sache aber ordentlich gemacht", lobte Trainer Mario Kutzer. Doch nach 53 Minuten kassierte er die dritte Zeitstrafe. Kurz zuvor war Martin Dittmar von Jahns derart unglücklich getroffen worden, dass er mit einer Platzwunde und Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste. "Die beiden Szenen waren der Knackpunkt der Partie", erklärte Kutzer. Bis dahin hatte Staßfurt mit 27:24 geführt, doch Jahns hatte längst das Spiel an sich gerissen. Der über zwei Meter große Hüne war kaum zu stoppen, erzielte insgesamt 17 Treffer und vereitelte eben auch den letzten Angriff der Staßfurter.

Staßfurt: J. Stein, A. Jesse - Engelhardt (1), A. Stein, Berger, Richter (7), T. Jesse, Korin (6/4), Gödde (5), Loose (1), Dittmar (6), Panzer (1), Spadt (1), Bönecke

Siebenmeter: Magdeburg 6/4 - Staßfurt 6/4; Zeitstrafen: Magdeburg 4 - Staßfurt 7

Rot: Michael Jahns (59:58 Minuten), Matthias Wiesner (36:30 Minuten), Mike Brunsendorf (38:47 Minteun) -alle Magdeburg-; Kevin Engelhardt (3x2 Minuten, 53:30) -Staßfurt II-