Pferdefreunde kamen in Welsleben voll auf ihre Kosten. Etwa 200 Athleten, von jung bis alt, nahmen am Hallenreitturnier Pony-Fördercup des LV Sachsen-Anhalt teil. Von Dressur- über Spring- bis Ponystilspringprüfungen war alles dabei. Die Veranstaltung, organisiert von Dietrich Horrmann, fand bereits in der neunten Auflage statt.

Welsleben l Die kleinsten Teilnehmer starteten mit den kleinsten Ponys mit den Dressurprüfungen der Klasse E. Mit einer Wertung von 7,6 Punkten entschied die Osterweddingerin Kati Lindner mit ihrem Pony "Pik Noir" den Wettbewerb. Nur 0,1 Punkte dahinter folgte "Donna Dorina", geführt von Carlotta Stein vom Schweizerhof Güsten.

Die ebenfalls aus Güsten stammende Luca Sophie Stahmann erreichte mit "No Limit" mit 6,7 Punkten in der Dressurprüfung Klasse A Rang acht. "Damit bin ich nicht ganz zufrieden", erklärte Luca Sophie. Ihr eigentliches Ziel war Rang drei oder vier. Seit vier Jahren trainiert sie mit "No Limit", "sie gehört meinen Eltern". Das Turnier in Welsleben war nicht ihr erstes, doch an wievielen sie bereits teilgenommen hat, wusste die Güstenerin nicht, "es waren schon ganz viele". Den Wettbewerb gewonnen hatte Sina-Sophie Kubiak vom SV Kali Wolmirstedt mit "Lamborgini". 8,1 Punkte brachten ihr Gold ein.

Mit 7,7 Punkten landete die Wolmirstedterin in der Ponystilspringprüfung auf dem zweiten Rang, diesmal mit "Legat". Knapp dahinter folgte die Güstenerin Carlotta Stein und Annika Sambil vom Lerchenhof Schönebeck mit "Tina´s Lady vom Purnitzgrund". Anne-Sophie Rosenmeier vom Schweizerhof Güsten beendete die Prüfung mit 7,4 Punkten auf Rang sechs.

Das Turnier in Welsleben war das erste in diesem Jahr für die Gnadauerin Nadine Zychlinski. Umso überraschender war der Sieg in der Springprüfung der Klasse A*, den sie zusammen mit "Robina" erreichte. "Das war schon unerwartet." Fehlerfrei absolvierte sie den Parcour in 38,28 Sekunden. Von Kindesalter an sind die 24-Jährige und "Robina" unzertrennlich. "Wir kennen uns in und auswendig." Damit es zum Erfolg reichte, war das Pferd sogar mehr gefragt als die Reiterin selbst. "Sie muss ehrgeiziger sein als ich, damit es funktioniert", erklärte Zychlinski. Im selben Wettbewerb beendete Luise Schubert aus Förderstedt den Lauf in 40,71 Sekunden. Damit belegte sie Rang fünf.

Insgesamt fanden acht verschiedene Prüfungen statt. Organisator Dietrich Horrmann war vollauf zufrieden mit dem Turnier. "Alles ist verletzungsfrei, harmonisch und reibungslos verlaufen." Dass fast 200 Reiter teilnahmen, war "sogar mehr als erwaret". Zufrieden war Horrmann auch über die etwa 150 Zuschauer. Auch wenn es früher mal mehr gewesen seien, sei das Interesse "an dem Sport von hoher Qualität" nach wie vor sehr groß. Zu den zahlreichen Zuschauern, die die Veranstaltung begleiteten, kamen noch Betreuer, Eltern und Großeltern, die für eine gut gefüllte Reithalle sorgten. Das Turnier fand bereits in der neunten Auflage statt und "gehört mittlerweile zu Welsleben dazu".

   

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