"Derbytime" in Staßfurt: Der HV Rot-Weiss II empfängt morgen um 16 Uhr die Handballer des SV Germania Borne zum Duell in der Sachsen-Anhalt-Liga. Beide Teams wollen punkten. Die Gastgeber, um den Abstand auf einen Nicht-Abstiegsrang zu verkürzen, und die Gäste, um den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern.

Staßfurt/Borne l "Ein Derby ist natürlich immer etwas Besonderes. Vor so einem Spiel ist man immer etwas heißer als sonst", freut sich Staßfurts Coach Mario Kutzer. Etwas gelassener blickt Andreas Lampe aus dem Trainergespann mit Sven Klippstein dem Derby entgegen. "Es ist ein Spiel wie jedes andere."

Beide Mannschaften kennen sich gut, auch privat. Doch sportlich wollen sie sich nichts schenken. "Wir haben uns vorgenommen, zu Hause alle Spiele zu gewinnen", erklärt Kutzer. Auch Lampe hofft auf die beiden Zähler. "Wir wollen zwei Punkte für den Klassenerhalt." Germanias Trainer weiß um die Lage der Gastgeber. "Sie haben nur wenige Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz und werden entsprechend willig sein und kämpfen. Jeder einzelne wird alles geben, um die Punkte zu holen." Doch eingeschüchtert ist er deswegen noch lange nicht. "Ich packe meinen Koffer natürlich nicht, um in Staßfurt zu verlieren."

Die Rot-Weissen wollen sich morgen vor heimischer Kulisse für die 19:22-Niederlage in Borne revanchieren. Vor allem der erste Durchgang verlief aus Staßfurter Sicht desolat. In den ersten 30 Minuten erzielte der HVS II lediglich fünf Treffer. "Für die erste Halbzeit haben wir noch eine Rechnung offen, die wir nun begleichen wollen. In der Offensive haben wir kaum etwas zustande bekommen", erklärt Kutzer. Der Coach erinnert sich vor allem noch an die starke Defensive der Germania. "Das war ein sehr gutes Deckungsspiel von Borne."

Dass es sich beim Derby um ein Sonntagsspiel handelt, bereitet dem Staßfurter Trainer leichte Sorgenfalten. Erst einen Zähler, zuletzt beim BSV Magdeburg II, ergatterten die Rot-Weissen sonntags. Doch gegen Borne ist es das erste Sonntagsspiel vor heimischer Kulisse, was die Falten dann wieder etwas strafft. "Wir hoffen auf unsere Heimstärke."

 

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