Aschersleben (chj) l "Wer jetzt nicht motiviert ist, der sollte nicht mehr zum Handball gehen", erklärt Nils Lässing. Der Trainer des Drittligisten HC Salzland 06 macht damit auf die angespannte Situation aufmerksam - nur drei Punkte trennen seine Sieben von einem Abstiegsplatz. Mit dem SHV Oschatz reist morgen ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt ins Ascherslebener Ascaneum. Ab 16 Uhr können die Handballerinnen wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Etwas Besonderes dürfte es für Maria Häußler werden, die aus Oschatz zu den Salzländerinnen wechselte. "Sie hat gut trainiert und wird ihre Chance gegen ihren Ex-Verein bekommen", verrät ihr Trainer.

Lässing weiß genau, wer morgen gegen seine Sieben antritt, nicht nur aus dem 29:26-Hinspielerfolg. "Oschatz hat Carmen Schneider im Rückraum. Seit vielen Jahren bestimmt sie das Niveau und ist in der Torschützenliste jede Saison weit oben zu finden. Sie kann eine Partie allein entscheiden." Neben Schneider ist auch Josephine Hessel sehr erfolgreich im Abschluss. Beide zusammen bilden einen "starken Rückraum". Doch neben den Torjägerinnen sei es vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit, die gefährlich ist. "Es ist eine eingeschworene Truppe."

Die Gäste lieferten bislang eine gute Rückrunde ab, werden daher "mit einer Menge Selbstvertrauen anreisen". Unter anderem setzte sich der SHV gegen den Rostocker HC durch, gegen den der HCS arge Probleme hatte und am Ende mit 25:31 unterlag.

Umso wichtiger ist es, dass das der Salzland-Trainer personell aus dem Vollen schöpfen kann. Von noch größerer Bedeutung ist für Lässing etwas anderes. "Die Synthese aus Anspannung und der nötigen Lockerheit muss stimmen. Wir dürfen nicht verkrampfen."

Auch Oschatz-Trainer Andreas Schumann kann auf seinen kompletten Kader bauen. Genau wie sein Trainerkollege weiß auch er um die Stärken seines Rückraums mit Schneider und Hessel. "Aber beide allein machen unsere Mannschaft nicht aus. Das Gesamtpaket stimmt." Für beide Teams geht es um den Klassenerhalt. Doch während Lässing besorgt scheint, äußert sich Schumann selbstbewusst. "Daran verschwenden wir keine Gedanken. Wir werden in Aschersleben einfach unser Bestes geben und sehen, was dabei herauskommt."